Hermann-Josef Große Kracht | Nachruf |

Franz-Xaver Kaufmann

Ein Nachruf

Franz-Xaver Kaufmann (1932-2024)
Franz-Xaver Kaufmann (1932-2024), © Christoph Rau / Schader-Stiftung

Am 7. Januar 2024 verstarb der Bielefelder Soziologe Franz-Xaver Kaufmann im Alter von 91 Jahren.

Ein Großer seines Faches

Mit dem Doyen der deutschen Sozialpolitikforschung hat das Land einen der Großen seines Faches verloren. Kaufmanns Person und Kaufmanns Stimme werden fehlen, nicht nur in der Soziologie und der Wohlfahrtsstaatsforschung, sondern auch in der katholischen Kirche, der er zeitlebens verbunden war. Die Lücke, die er hinterlässt, ist enorm und dürfte sich auf absehbare Zeit nicht schließen.

Über mehr als sechzig Jahre – von 1960 bis 2022 – hat Kaufmann in vielfältiger Weise soziale Debatten und Diskurse, Problemwahrnehmungen und Wahrnehmungsverweigerungen kritisch begleitet, historisch-soziologisch eingeordnet und damit im besten Sinne des Wortes sozialwissenschaftlich aufgeklärt. Dass er in diesem Rahmen auch selbst inhaltliche Auseinandersetzungen anregte und theoretische Impulse setzte, versteht sich, obwohl oder vielleicht auch gerade weil ihm der Habitus des aufrüttelnden politischen Intellektuellen fremd war.[1] Kaufmann wahrte zeitlebens Distanz zur Politik und verstand sich vor allem als nüchterner Beobachter. Parteilichkeit war seine Sache nach eigenem Bekunden nicht.[2] Für ihn waren Politik und Wissenschaft „zwei Paar Stiefel“, und er hatte „die letzteren gewählt“.[3]

Seine erste Veröffentlichung mit dem Titel Die Überalterung beschäftigt sich mit den Auswirkungen des demographischen Wandels und stammt aus dem Jahr 1960.[4] Die Studie, mit der er an der Handels-Hochschule St. Gallen zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften promoviert wurde, stieß seinerzeit auf wenig Resonanz. Mit dem heute brandaktuellen Thema kam der damals Achtundzwanzigjährige deutlich zu früh. Er blieb ihm aber treu, denn auch in späteren Jahren beschäftigte sich Kaufmann immer wieder mit Fragen der mitunter skeptisch beäugten Bevölkerungs- und Familienpolitik. Dafür steht etwa seine heute breit rezipierte Diagnose von der „strukturellen Rücksichtslosigkeit“ der modernen Gesellschaft gegenüber den Familien.[5] Die jüngste Aufsatzsammlung Kaufmanns erschien Ende 2022, wenige Monate nach seinem neunzigsten Geburtstag.[6] Sie enthält jüngere Texte zur gegenwärtigen Krise der römisch-katholischen Kirche und steht unter dem umstürzlerischen, von Karl Marx entlehnten Motto: „… man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!“

Prägende Jahre in Zürich, Paris, St. Gallen und Basel

Franz-Xaver Kaufmann wurde am 22. August 1932 als jüngstes von sechs Kindern einer Rechtanwaltsfamilie in der Zwingli-Stadt Zürich geboren. Sein Vater engagierte sich bei den Christlich-Sozialen, der damaligen katholischen Partei der Schweiz. Das Katholische spielte in der Familie eine große und selbstverständliche Rolle, zu den als beengend empfundenen Überlegenheitsansprüchen und Abschottungen des katholischen Milieus aber wahrte man Distanz. Kaufmann kam hier unter anderem in Kontakt mit der thomistisch-naturrechtlichen Tradition der Neuscholastik, wie sie etwa von den Dominikanern in Fribourg vertreten wurde, die er jedoch, wie er rückblickend notierte, „nie mochte“.[7] Gestört hat ihn vor allem deren Dogmatismus: „Die wussten immer schon, was die Wahrheit ist, und zwar auch in Dingen, die mit Religion, Glaube, genauer: mit Offenbarung, gar nichts zu tun hatten. Das hat mich schon immer geärgert.“[8] Beeinflusst vom französischen Existenzialismus brach Kaufmann schon früh mit den ontologischen Prämissen der katholischen Philosophie seiner Zeit, denn „dem in der Diaspora Aufgewachsenen war schon immer klar, dass es mehr als eine Wahrheit gibt“.[9]

Nach Maturität, Bankpraktikum und Militärdienst begann er im Jahr 1952 zunächst ein Jurastudium in seiner Heimatstadt, bevor er zwei Jahre später nach St. Gallen wechselte, um dort Wirtschaftswissenschaften zu studieren. Das Studienjahr 1957/58 verbrachte Kaufmann, ausgestattet mit einem Stipendium der französischen Regierung, an der Pariser Sorbonne. Hier erhielt er, wie er später schrieb, „endlich Gelegenheit, mich zentral mit Soziologie zu beschäftigen“.[10] Von den in Paris Lehrenden beeindruckte ihn vor allem Raymond Aron und dessen „an Max Weber geschulte analytische Haltung und historische Gegenstandorientierung“.[11] In Paris verlobte er sich auch mit seiner späteren Frau. „Kurzum: Es war ein großartiges, ein glückliches Jahr.“[12]

Nach Abschluss der Promotion arbeitete Kaufmann drei Jahre in der Personalabteilung eines in Basel ansässigen Chemieunternehmens, wo er vor allem mit organisatorischen Aufgaben betraut war. In dieser Zeit reifte sein Wunsch, sich in Soziologie zu habilitieren und eine akademische Karriere einzuschlagen. Da er für dieses Vorhaben in der Schweiz keine geeignete Perspektive sah, nahm er Kontakt zu Theodor W. Adorno in Frankfurt (Main), René König in Köln und Helmut Schelsky in Münster auf und wurde bei allen persönlich vorstellig. Bei Schelsky hatte Kaufmann Erfolg. Er bot ihm die Möglichkeit, an seiner zur Universität Münster gehörenden Sozialforschungsstelle Dortmund ein Habilitationsprojekt in Angriff zu nehmen.

„Soziologische Lehrzeit“ an der Sozialforschungsstelle in Dortmund

Von 1963 an lebte der Diasporakatholik Kaufmann mit seiner jungen Familie im „schwarzen Münster“, allerdings ohne sich hier „weltanschaulich zu Hause zu fühlen“, da er vor allem „die Massivität des damaligen Katholizismus“ als Last empfand.[13] Die fünf Jahre an der Sozialforschungsstelle in Dortmund bezeichnete er im Nachhinein als seine „eigentliche soziologische Lehrzeit“.[14] Hier kam er in Kontakt mit Dieter Claessens und Niklas Luhmann, die damals ebenfalls an Schelskys Forschungsstelle arbeiteten. Über sein Verhältnis zu Luhmann, seinem späteren Kollegen an der Universität Bielefeld, mit dem er gelegentlich gemeinsame Oberseminare zur Religionssoziologie veranstaltete, notierte er: „Unsere Erkenntnisinteressen waren stets verschieden. Er hat erfolgreich versucht, das Geschäft der Philosophie mit soziologischen Mitteln zu betreiben. Mich interessierte stets die Rekonstruktion konkreter Zusammenhänge, welche die Lebenssituation und die kulturellen Orientierungen der Zeitgenossen beeinflussen.“[15] Mit anderen Worten: Kaufmann zielte nicht auf abstrakte Großtheorien, sondern auf empirisch gesättigte Theorien mittlerer Reichweite. Aber auch diese brauchen, wie er betonte, „einen gesellschaftstheoretischen Horizont“; und was das betraf, blieb Luhmanns Systemtheorie für ihn „eine ständige Anregung und Herausforderung“.[16]

In seiner 1968 vorgelegten Habilitationsschrift beschäftigte sich Kaufmann mit der, wie er es nannte, „Wertidee“ der sozialen Sicherheit, die ihm zufolge, ähnlich wie Freiheit und Gerechtigkeit, vor allem ein moralisch aufgeladener Leitbegriff ist.[17] Seitdem bildete das im deutschen sozialpolitischen Diskurs lange unterbelichtete Thema der social security einen festen Ankerpunkt in seinen historisch-vergleichenden Arbeiten zur Wohlfahrtsstaatlichkeit, denen stets eine deutlich größere Resonanz beschieden war als seinen bevölkerungspolitischen Arbeiten.[18]

Professor für Soziologie und Sozialpolitik in Bielefeld

Nur zwei Monate, nachdem ihm die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät der Universität Münster die Lehrbefähigung für Soziologie und Sozialpolitik erteilt hatte, erhielt Kaufmann neben anderen Angeboten – „es waren damals paradiesische Verhältnisse für Nachwuchssoziologen“[19] – einen Ruf an die noch in Gründung befindliche und maßgeblich von Schelsky konzipierte Reformuniversität Bielefeld. Dort war damals die erste und bis heute einzige Fakultät für Soziologie im Entstehen begriffen, was quantitativ und qualitativ einen „Quantensprung für die Entwicklung des Faches in Deutschland“ bedeutete.[20] An Aufbau und Profilierung dieser Fakultät war Kaufmann in entscheidender Weise beteiligt; ebenso wie an zahlreichen internationalen Forschungsprojekten, Institutsgründungen und Vernetzungsagenturen, mit denen sich die Bielefelder Universität und ihre Soziologie vor allem in den 1970er- und 1980er-Jahren einen Namen machten.[21]

Nachdem Kaufmann zunächst mit empirischen Forschungsprojekten beschäftigt war und wichtige Impulse für die akademische Etablierung der Soziologie setzen konnte, arbeitete er seit den späten 1980er-Jahren verstärkt an einer historisch und empirisch ausgewiesenen Theorie des Wohlfahrtsstaates, die „gleichzeitig die Begründung seiner Notwendigkeit und die Kritik seiner Wirklichkeit“ ermöglichen sollte, und zwar „diesseits ideologischer Auseinandersetzungen zwischen Neoliberalen und Sozialdemokraten“.[22] Im Jahr 2014 gab er zu Protokoll, mit seinen bisherigen Ergebnissen „noch nicht zufrieden“ zu sein,[23] was vor allem am permanenten Wandel des wohlfahrtsstaatlichen Designs liege. Die in Sachen öffentlicher Wohlfahrtsverantwortung anfallenden Aufgaben – Kaufmann bemühte sich um eine „Mehrebenen-Theorie der Wohlfahrtsproduktion“[24] – waren seiner Ansicht nach längst über den Bereich der klassischen Sozialpolitik hinausgewachsen und hatten mittlerweile (neben anderem) auch den Schutz natürlicher Ressourcen zu umfassen. In der Konsequenz bedeutete das für ihn, dass man sich von den bisherigen, eher eng gefassten Sozialstaatswahrnehmungen zu verabschieden habe. Stattdessen müsse es um die „Vision eines […] auf verschiedenen Politikfeldern die öffentliche Wohlfahrtsproduktion regulierenden ,Steuerungsstaates‘“ gehen, der „den aktuellen Problemen wohl eher gerecht“ werde.[25]

Soziologie des Katholizismus und katholische Kirchenkritik

Seit Mitte der 1960er-Jahre avancierte Kaufmann – zunächst unbeabsichtigt – auch in den Selbstverständigungsdebatten der katholischen Kirche und ihrer Theologie zu einem wichtigen Gesprächspartner. Neben dem Theologen Franz Böckle und dem Juristen Ernst-Wolfgang Böckenförde gehörte er zu denjenigen Akteuren, die zentrale Impulse zur nachhaltigen Dekonstruktion des geschichts- und gesellschaftsvergessenen katholischen Naturrechtsdenkens und des damit verbundenen Herrschaftsanspruchs der katholischen Kirche setzen konnten.[26] In der Folge entwickelte Kaufmann ein erhebliches Interesse an religions- und kirchensoziologischen Fragestellungen, zudem übernahm er zahlreiche Beirats- und Berateraufgaben in verschiedenen kirchlichen Organisationen und Gremien. Obwohl er sich nie als hauptberuflicher Religionssoziologe verstand, war er seit den 1970er-Jahren ohne Frage die wichtigste religionssoziologische Referenzgröße im katholischen Raum.

Dabei legte Kaufmann – gegenläufig zum religionssoziologischen Mainstream – besonderen Wert auf die Entfaltung einer eigenständigen Soziologie des Katholizismus, den er als eine im 19. Jahrhundert entstandene ,verkirchlichte‘ Institutionalisierung des westeuropäischen Christentums verstand, die sich durch eine milieugestützte weltanschauliche Abschottungsstrategie und eine ahistorische Sakralisierung ihrer hierarchischen Ämterstruktur auszeichnet. Kaufmann sah darin ein antimodernistisches Reaktionsmuster, das erstaunlich lange sehr erfolgreich sein konnte, heute aber definitiv zum Scheitern verurteilt ist.[27] Schon 1979 hatte er betont, es gebe in der Bundesrepublik „kaum eine andere gesellschaftliche Institution, deren Selbstverständnis in solchem Maße zur gegenwärtigen Wirklichkeit inkongruent geworden ist, wie dasjenige der katholischen Kirche“.[28]

Das Ausmaß der seit dem Jahr 2010 bekanntgewordenen Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche und die beschämende Art und Weise des vatikanischen Umgangs mit ihnen haben Kaufmann heftig aufgewühlt und ihn erneut zur Beschäftigung mit dem Kirchenthema gedrängt. In einem vielbeachteten, nach eigener Aussage „im Zorn“[29] verfassten Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung prangerte der damals Achtundsiebzigjährige die „moralische Lethargie“ in der Kirche an.[30] Seine scharfe Kritik richtete sich dabei erneut gegen die systembedingte Unfähigkeit der katholischen Hierarchie, „die eigenen pathogenen Strukturen und die Folgen ihrer klerikalen Vertuschungen zu erkennen, zu erörtern und daraus praktische Konsequenzen zu ziehen“.[31] Die Empörung brachte Kaufmann aber nicht dazu, mit seiner Kirche zu brechen. Bis zum Ende seines Lebens war er davon überzeugt, dass das christliche Gottesgedächtnis öffentlich präsent bleiben müsse, um „alle innerweltlichen Mythen in die Schranken ihrer funktionalen Reichweite zu verweisen“.[32] Nach dieser Überzeugung hat er nicht nur seinen persönlichen, sondern auch seinen politischen und akademischen Kompass ausgerichtet. Er hat damit Generationen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, weit über die Grenzen der Sozialpolitikforschung hinaus, beeinflusst und geprägt. Viele werden ihn schmerzlich vermissen.

  1. Vgl. zu Leben und Werk Kaufmanns vor allem die Sammlung autobiografischer Beiträge in: Franz-Xaver Kaufmann, Zwischen Wissenschaft und Glauben. Persönliche Texte, Freiburg i. Br. 2014.
  2. Franz-Xaver Kaufmann, Zürich: Kindheits- und Jugenderinnerungen, in: ders., Zwischen Wissenschaft und Glauben, S. 28–43, hier S. 41.
  3. Ebd., S. 42.
  4. Franz-Xaver Kaufmann, Die Überalterung. Ursachen, Verlauf, wirtschaftliche und soziale Auswirkungen des demographischen Wandels, Zürich 1960.
  5. Franz-Xaver Kaufmann, Zukunft der Familie im vereinten Deutschland. Gesellschaftliche und politische Bedingungen, München 1995 (= Perspektiven und Orientierungen. Schriftenreihe des Bundeskanzleramtes, Bd. 16). Vgl. auch ders., Schrumpfende Gesellschaft. Vom Bevölkerungsrückgang und seinen Folgen, Frankfurt am Main 2005.
  6. Franz-Xaver Kaufmann, Katholische Kirchenkritik, Luzern 2022.
  7. Franz-Xaver Kaufmann, „Als Soziologen tragen wir nicht das Risiko des Handelns, aber wir tragen das Risiko der Diagnose.“ Ein Gespräch mit Georg Vobruba (2012), in: ders., Zwischen Wissenschaft und Glauben, S. 90–106, hier S. 105.
  8. Ebd.
  9. Franz-Xaver Kaufmann, Als Schweizer im deutschen Hochschuldienst, in: ders., Zwischen Wissenschaft und Glauben, S. 44–58, hier S. 48.
  10. Franz-Xaver Kaufmann, Wie ein Bürgersöhnchen aus der Schweiz zur Soziologie fand, in: ders., Zwischen Wissenschaft und Glauben, S. 13–27, hier S. 18.
  11. Ebd.
  12. Ebd., S. 19.
  13. Kaufmann, Als Schweizer im deutschen Hochschuldienst, S. 48.
  14. Kaufmann, Wie ein Bürgersöhnchen aus der Schweiz zur Soziologie fand, S. 23.
  15. Ebd., S. 25.
  16. Ebd.
  17. Franz-Xaver Kaufmann, Sicherheit als soziologisches und sozialpolitisches Problem. Untersuchungen zu einer Wertidee hochdifferenzierter Gesellschaften, 2., umgearb. Aufl., Stuttgart 1973.
  18. Vgl. Franz-Xaver Kaufmann, Varianten des Wohlfahrtsstaates. Der deutsche Sozialstaat im internationalen Vergleich, Frankfurt am Main 2003; ders., Sozialpolitisches Denken. Die deutsche Tradition, Frankfurt am Main 2003.
  19. Kaufmann, Wie ein Bürgersöhnchen aus der Schweiz zur Soziologie fand, S. 24.
  20. Ebd., S. 25.
  21. Vgl. dazu Volker Kruse / Torsten Strulik (Hg.), „Hochschulexperimentierplatz Bielefeld“. 50 Jahre Fakultät für Soziologie, Bielefeld 2019. Darin findet sich auch ein aufschlussreiches Gespräch Struliks mit Franz-Xaver Kaufmann (ebd., S. 87–102).
  22. Franz-Xaver Kaufmann, Sozialpolitik und Sozialstaat. Soziologische Analysen, Opladen 2002, S. 19. In diesem Rahmen entstand auch sein wohl einflussreichstes Buch Herausforderungen des Sozialstaates. 1997 erstmals erschienen, liegt es mittlerweile in der 7. Auflage vor.
  23. Franz-Xaver Kaufmann, Mein Weg zu einer Soziologie der Sozialpolitik und des Sozialstaats, in: ders., Zwischen Wissenschaft und Glauben, S. 66–89, hier S. 88.
  24. Kaufmann, Sozialpolitik und Sozialstaat, S. 20.
  25. Kaufmann, Mein Weg zu einer Soziologie der Sozialpolitik und des Sozialstaats, S. 88.
  26. Vgl. seine Beiträge in: Franz Böckle (Hg.), Das Naturrecht im Disput. Drei Vorträge beim Kongress der deutschsprachigen Moraltheologen 1965 in Bensberg, Düsseldorf 1966 sowie Franz Böckle / Ernst-Wolfgang Böckenförde (Hg.), Naturrecht in der Kritik, Mainz 1973.
  27. Vgl. dazu programmatisch Franz-Xaver Kaufmann, Zur Einführung: Erkenntnisinteressen einer Soziologie des Katholismus, in: Karl Gabriel / Franz-Xaver Kaufmann (Hg.), Zur Soziologie des Katholizismus, Mainz 1980, S. 7–23; ders., Soziologie und Theologie – Revisited, in: Ansgar Kreutzer / Franz Gruber (Hg.), Im Dialog. Theologie und Religionssoziologie, Freiburg i. Br. 2013, S. 73–90.
  28. Franz-Xaver Kaufmann, Kirche begreifen. Analysen und Thesen zur gesellschaftlichen Verfassung des Christentums, Freiburg i. Br. 1979, S. 12.
  29. Kaufmann, „Als Soziologen tragen wir nicht das Risiko des Handelns, aber wir tragen das Risiko der Diagnose“, S. 99.
  30. Franz-Xaver Kaufmann, Moralische Lethargie in der Kirche, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. April 2010, S. 8; wiederabgedruckt in: ders., Katholische Kirchenkritik 2022, S. 85–91.
  31. Ebd.
  32. Franz-Xaver Kaufmann, Kirchenkrise. Wie überlebt das Christentum?, Freiburg i. Br. 2011, S. 173.

Dieser Beitrag wurde redaktionell betreut von Karsten Malowitz.

Kategorien: Familie / Jugend / Alter Gesellschaft Religion Sozialer Wandel Sozialpolitik Wissenschaft

Hermann-Josef Große Kracht

Hermann-Josef Große Kracht ist katholischer Theologe und Sozialwissenschaftler. Er arbeitet als außerplanmäßiger Professor am Institut für Theologie und Sozialethik der TU Darmstadt und beschäftigt sich unter anderem mit Fragen von Religion und Politik.

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