Buchforum

Kapital und Ressentiment

Zum neuen Buch von Joseph Vogl

Das neue Buch des Berliner Kultur- und Literaturwissenschaftlers Joseph Vogl trifft am Donnerstag dieser Woche in den Buchhandlungen ein. Es setzt die politökonomischen Sondierungen fort, wie er sie mit seiner Publikation Das Gespenst des Kapitals 2010 begonnen und 2015 mit dem Buch Der Souveränitätseffekt weiterentwickelt hatte. Auch das jetzt erscheinende Kapital und Ressentiment wird zweifelsohne vielfältige Resonanzen auslösen und wie die beiden zurückliegenden Monografien besondere Aufmerksamkeit sowohl in den historischen Sozial- und Kulturwissenschaften als auch in der breiteren, nicht-akademischen Öffentlichkeit auf sich ziehen. Wir freuen uns, einen Vorabdruck aus der Neuerscheinung veröffentlichen zu können. Dieser Auszug gestattet einen ersten Einblick in die analytischen Resultate, die Vogl mit seiner „kurzen Theorie der Gegenwart“ vorlegt. Als solche kündigt er den dritten Schritt in seiner Trilogie zur Logik des Finanzkapitalismus an.

Wir danken dem Autor und seinem Verlag C.H. Beck dafür, diese Passagen publizieren zu dürfen. Außerdem hat sich Joseph Vogl bereit erklärt, auf unsere Rückfragen an sein jüngstes Unternehmen zu reagieren. Das ausführliche Interview wird am Tag der Buchpublikation auf Soziopolis zu lesen sein. Weitere kritische Würdigungen des Freiburger Kultursoziologen Ulrich Bröckling sowie der Berliner Sozialwissenschaftlerin Franziska Cooiman schließen sich an, außerdem zwei Besprechungen der Soziologen Aaron Sahr und Philipp Staab, deren weichenstellende Forschungen in Kapital und Ressentiment aufgegriffen werden. Damit hofft Soziopolis eine Debatte über Vogls Thesen anzustoßen, die – so viel dürfte vorab sicher sein – geeignet sind, kontroverse Reaktionen auszulösen. Weitere Texte dazu, unter anderen von Francesca Raimondi, Ute Tellmann und Frieder Vogelmann, finden Sie in der aktuellen Sonderausgabe des Behemoth. A Journal on Civilisation.

Die Redaktion

Joseph Vogl | Essay

Vom Staats- zum Netzbürger

Vorabdruck aus "Kapital und Ressentiment. Eine kurze Theorie der Gegenwart"

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Martin Bauer, Joseph Vogl | Interview

Eine neue kapitalistische Ontologie

Joseph Vogl im Gespräch mit Martin Bauer zu "Kapital und Ressentiment"

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Ulrich Bröckling | Rezension

Monetative Gewalt, digitale Kontrolle, struktureller Populismus

Rezension zu "Kapital und Ressentiment" von Joseph Vogl

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Philipp Staab | Rezension

Kapital, Information, Kontrolle

Rezension zu "Kapital und Ressentiment" von Joseph Vogl

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Aaron Sahr | Rezension

Finanz und Fake News

Rezension zu "Kapital und Ressentiment" von Joseph Vogl

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Franziska Cooiman | Rezension

Kolonialismus, Kapital und Ressentiment

Rezension zu "Kapital und Ressentiment" von Joseph Vogl

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