Jule Govrin | Rezension |

Verwerfen und Vernichten

Rezension zu „Vernichten“ von Michel Houellebecq

Michel Houellebecq:
Vernichten
übers. von Stephan Kleiner und Bernd Wilczek
Deutschland
Köln 2022: Dumont
624 S., 28 EUR
ISBN 978-3-8321-8193-2

Ein neuer Roman von Michel Houellebecq geistert durch die Feuilletons: Vernichten.[1] Die Kritik ist gespalten: hier als große Literatur angepriesen, dort verworfen als versatzstückartiger Versuch eines epischen Romans, der „thematisch überladen und zerdehnt“ daherkommt. Auffallend anders ist die Ausgestaltung der Figuren, kein Vergleich zu den stilistisch verflachten Charaktertypen aus den Vorgängerromanen. Anstatt seine Protagonisten wie Stereotypen in einer supermarktartigen Gesellschaft zu skizzieren, stattet Houellebecq diesmal immerhin seine neue Hauptfigur Paul Raison mit einem einigermaßen komplexen Innenleben aus. Diese Abwendung von altbekannten Stilmitteln geht mit einem besänftigten Tonfall einher, Paul ist kein pöbelnder, ressentimentgeladener, Midlife-Crisis-gebeutelter Wutbürger. Zwar steckt auch er wie seine Vorgänger in einer Sinnkrise, findet aber einen Weg aus ihr heraus: zurück in seine über die Jahre erkaltete Ehe mit Prudence. Das erneute Aufblühen ihrer Liebe, einer von mehreren Erzählsträngen des Romans, preist Paul in nahezu pathetischen Tönen. Ist das ein neuer, nostalgischer, altersmilder Houellebecq?

Man sollte sich von dieser sanfteren Tonart nicht täuschen lassen, denn so sehr sich Vernichten durch die Rede seines Protagnisten von vorherigen Romanen des Autors unterscheidet, so sehr fügt sich auch dieser in das reaktionäre Weltbild, das Houellebecqs Literatur und seine medialen Äußerungen zur Marke gemacht hat und auf dessen Spektakeleffekte seine Selbstinszenierung als Autor in der Öffentlichkeit setzt. Allerdings schleicht sich dieses Weltbild in Vernichten weitaus subtiler ein. Wie bereits in Unterwerfung[2] befindet sich Frankreich auch im neuen Roman kurz vor Präsidentschaftswahlen und in einem bürgerkriegsähnlichen Bedrohungsszenario. Derweilen ist die Stimmung von Paul und dessen Umfeld von ruhiger Resignation anstelle von verbittertem Ressentiment bestimmt – ein starker Kontrast zu früheren Protagonisten, die sich lustvoll an ihren sexistischen und rassistischen Vernichtungsfantasien und Verachtungsaffekten ereifern. Doch auch hier wird die Gegenwart als Zeitalter der Dekadenz dargestellt. In diesem antimodernistischen Einschlag folgt Houellebecq der Geistestradition der Gegenaufklärung, die im radikalen Gleichheitsversprechen der Französischen Revolution eine Gefahr für die Gesellschafts- und Geschlechterordnung ausmacht.[3] In Vernichten befindet sich Frankreich genauso wie der gesamte Westen im Niedergang, die Gesellschaft ist gespalten, die Menschen sind atomisiert. Die gesellschaftliche Liberalisierung nach 1968, die Linke und nicht zuletzt der Feminismus haben die Familie, die Kultur, die Gesellschaft und die Geschlechterverhältnisse zugrunde gerichtet – so die ungetrübte Kernbotschaft, die durch die Zeilen dröhnt.

Houellebecqs Erzählung des dekadenten Niedergangs setzt nicht auf die bewährten, provokanten Knalleffekte der ressentimentalen Rhetorik, sondern baut das reaktionäre Weltbild auf dem sanften Zwang einer sachte einsickernden Selbstverständlichkeit auf.

In dieser erkalteten Gesellschaft werden alte Menschen in Einrichtungen ihrem Elend überlassen oder gar zur Selbsttötung gedrängt, dieses Szenario einer sozial sanktionierten Euthanasie zeichnet Vernichten sehr eindringlich. Da in Houellebecqs Schilderungen Hyperkapitalismus und liberalisierte Gesellschaften miteinander einhergehen, scheint es in seiner literarischen Weltbeschreibung nur schlüssig, dass sich Linke und Liberale der Euthanasie schuldig machen, während Mitglieder der rechtsradikalen Identitären Bewegung alte Menschen retten – so auch Pauls Vater, den sie aus dem Krankenhaus befreien, damit ihn seine Ehefrau zuhause pflegen kann. In der außerliterarischen Welt suchen die Identitären den Schulterschluss mit Corona-Leugner:innen, jederzeit bereit, Schutzstrukturen für Ältere dem irregeleiteten Gedanken unbedingter, individueller Freiheit zu opfern.[4] Dagegen erscheinen sie in Houellebecqs Dekadenzerzählung wie sentimentale Idealisten, so der Schwager von Paul, ein eingeschworeneren Katholik und ehemaliger Identitärer. Kurzum: Katholizismus, nationale Identität und patriarchale Ordnung scheinen in Vernichten als Heilsversprechen auf. Dabei setzt Houellebecqs Erzählung des dekadenten Niedergangs nicht auf die bewährten, provokanten Knalleffekte der ressentimentalen Rhetorik, sondern baut das reaktionäre Weltbild auf dem sanften Zwang einer sachte einsickernden Selbstverständlichkeit auf. Wenn schließlich auf Seite 595 der deutschen Ausgabe ganz beiläufig die Französische Revolution mit dem Nationalsozialismus gleichgesetzt wird, liest es sich leichthin mit.

Die Beständigkeit einer tiefreaktionären Weltanschauung, die diese Literatur bestimmt, zeigt sich besonders grell im Blick auf Geschlechterarrangements. Houellebecq gilt seit langem als enfant terrible der französischen Literaturszene, seine Romane skandalisieren seit den 1990er-Jahren Jahren mittels pornografischer Sexszenen und frauenverachtender Klischeebilder. In Vernichten wird dagegen die neu entflammte Liebe zwischen den Eheleuten Paul und Prudence beschworen. Prudence, eben noch verbittert im Versuch, ihre Karriereziele zu verwirklichen, blüht in der Rolle als perfekte Gattin vollends auf, beglückt von der erfüllenden Freude, Paul sexuell zu gefallen und gefällig zu sein, sich um sein gesundheitliches Wohlergehen zu kümmern und gutes Essen zuzubereiten, kurzum, ihn zu umhegen und zu umpflegen. Ihre wiederentdeckte Weiblichkeit stiftet ihrem Leben plötzlich wieder Sinn, ja, sie verschafft ihrer gesamten Existenz erneut Berechtigung. Diese nostalgische Schlagseite weicht zwar vom nüchternen Zynismus ab, der Houellebecqs Erzählstil üblicherweise dominiert, zeichnete sich aber schon in früheren Romanen ab, allen voran im Roman Plattform, auf Französisch bereits 2001 erschienen.[5]

Man kann grob drei Kategorien von Frauen in Houellebecqs Romanen ausmachen. Zunächst die Feministinnen, die am Untergang der Kultur schuld sind und die als frustriert, frigide und schlichtweg unfuckable beschrieben werden. Dann die Frauen, die mehr Sexobjekte als Menschen sind, wie die junge Geliebte von Daniel in Die Möglichkeit einer Insel,[6] die er als kleines, hübsches Tier erachtet, als Kreatur, deren einziger Existenzzweck darin liegt, (Männern) Lust zu bereiten. Wie sehr diese Vorstellungswelten von Frauen als reinen Objekten heterosexueller, männlicher Lust von rassistischen Imaginationen durchzogen sind, zeigt sich brutal in Plattform, ein Roman, der vom Sextourismus im globalen Süden handelt und seitenweise pornografische, ungebrochen rassistische Klischeebilder bedient. Im Gegensatz zu den westlichen, feministisch verdorbenen Frauen erachtet der Protagonist Michel Frauen aus dem globalen Süden als authentisch und natürlich. Daher setzt das Sextourismusunternehmen, das er mit seiner Partnerin Valérie aufbaut, darauf, dass sich diese vom westlichen Feminismus unbelasteten Frauen den Touristen als preiswerte und willige Ware anbieten.[7] Derweilen arbeitet der 2015 veröffentlichte Roman Unterwerfung mit kolonialen Haremsfantasien und dies im Rahmen eines anti-muslimisch angelegten Bedrohungsszenario, das Frankreichs Zukunft unter der Regierung der Muslimbrüder heraufbeschwört.[8] Die ihren Gatten ergebenen Ehefrauen ebenso wie die Möglichkeit der Polygamie erscheinen dem Protagonisten François als solider pragmatischer Grund für eine Konversion. Obwohl Vernichten zu weiten Teilen auf das Pornovokabular verzichtet, findet sich in der Figur der Maryse, der aufopferungsbereiten Partnerin von Pauls Bruder, eine Spiegelung dieses rassistischen Stereotyps, der Frauen aus dem globalen Süden als unverstellt unterwürfig exotisiert.

Eine Querlektüre durch die Romane legt eine Serie der Verwerfung und Vernichtung offen.

Die dritte Kategorie Frauen sind die Partnerinnen, wie eben Prudence in Vernichten oder Valérie in Plattform. Die Figuren der ersten Kategorie, die Feministinnen, dienen als bloße Projektionsflächen für die Verachtung von Houellebecqs Protagonisten, die der zweiten Kategorie als Objekt zur männlichen Lusterfüllung. Einzig die Figuren der dritten Kategorie werden, in ihrer Funktion als Ansprechpartnerinnen von Houellebecqs Protagonisten, ansatzweise als Charaktere ausgestaltet. Dabei bilden sie eine Serie. Als Figuren zeichnen sie sich durch die Fähigkeit aus, sich vollends aufzuopfern. Sie erkennen ihr Geschlechterschicksal an, ihr Leben für ihre Partner hinzugeben, hierhin liegt ihre Lust, ihre Erfüllung – so die Faustformel dieser vergeschlechtlichten Logik der Gabe der Lust. Sie baut auf patriarchalen Vorstellungen einer ewig währenden Weiblichkeit auf, die in naturgegebener Passivität und im Hang zur rückhaltlosen Hingabe bestehen soll. Der Feminismus habe Frauen verdorben, so etwa die verbitterte Bilanz des Protagonisten Michel in Plattform, die Frauen in Frankreich seien unfähig geworden, Lust zu schenken, frigide geworden durch den Feminismus.[9] Die Frauenfiguren der dritten Kategorie gehören zu den wenigen Ausnahmen derer, die gewillt sind, ihr Glück in der Rolle der Partnerin und somit der Ungleichheit zu suchen.

Schaut man sich jedoch die Schicksalsverläufe dieser Figuren aus der dritten Kategorie genauer an, erfährt man, dass der Weg der weiblichen Selbstaufopferung nicht zu Existenzerfüllung, sondern zuverlässig ins Unglück führt. Eine Querlektüre durch die Romane legt eine Serie der Verwerfung und Vernichtung offen. In Elementarteilchen[10] erleidet Christiane einen Unfall, durch den sie querschnittsgelähmt wird. Damit sind die Tage gezählt, in denen sie den Protagonisten Bruno hingebungsvoll sexuell bedienen und ins Swinger-Club-Universum begleiten kann. Als sie aus dem Krankenhaus kommt, weist sie Bruno von sich, um ihn von der Bürde zu entlasten, sich um sie und für sie zu sorgen. Um ihm auch noch den letzten Rest von schlechtem Gewissen zu ersparen, sie in ihrem Elend allein zu wissen, stürzt sie sich rücksichtsvoll vom Balkon. In Die Möglichkeit einer Insel erkennt Isabelle, die Lebensgefährtin von Daniel, dass der Zenit ihrer Attraktivität überschritten ist. Pietätvoll wie sie ist, zieht sie sich aus der Partnerschaft zurück. Während Daniel seine Männlichkeit fortan bei seiner neu eroberten, jugendlichen Liebhaberin ausleben darf, fügt sich Isabelle still und ergeben in ihr Schicksal und begeht Selbstmord. In Plattform wird Valérie als Inbegriff weiblicher Unterwürfigkeit idealisiert, sie bildet beinahe die ,reinste‘ Figur in Houellebecqs Romanen. Sie weist sämtliche Eigenschaften einer ungebrochen heteronormativen, sexistischen Idealkonstruktion auf: makellose Jugendlichkeit und submissive Sexualität, stiller Eifer und edler Fleiß, lustvolle Loyalität. Immerhin wird Valérie erspart, sich selbst umbringen zu müssen. Am Ende der Erzählung kommt sie bei einem Attentat ums Leben.

Der Aberwitz des Literarischen, das nicht vollends den politischen Absichten seines antifeministischen Autors entspricht, zeigt auf, wohin der Weg der opferwilligen Partnerinnen führt: in ihren Tod, ins Vernichten.

Und nun also die neue Figur in der Reihe: Prudence, deren Name bezeichnenderweise Vorsicht, Umsicht, Besonnenheit bedeutet. Als Paul an Krebs erkrankt, pflegt sie ihn hingebungsvoll, bis in seine letzten Tage bemüht, in Stringtanga oder Minishorts seine Erigierbarkeit aufrechtzuerhalten. Schon zu Beginn seiner Erkrankung wurde ihm schnell bewusst, dass er nur ihr und allein ihr die Bürde seines Sterbens auferlegen kann: „Prudence war die Einzige, bei der er sich dazu berechtigt fühlte, ihr diese Prüfung aufzuerlegen, die der Verfall seines Körpers bedeuten würde, [..] sie war für seinen Köper verantwortlich, das war, so schien ihm, der Sinn der Ehe […], sie würde sich bis zum Ende darum kümmern.“[11] Was als Erfüllung eines Ideals von beidseitigem Geben und Nehmen, von reziprokem Sorgen und Umsorgtwerden in einer intakten Intimbeziehung anmuten mag, wird im Rahmen der Logik der Lustgabe und weiblichen Selbstaufopferung zu einem einseitig dienenden Verhältnis, gerechtfertigt durch eine vermeintlich natürliche Geschlechterordnung. Der Lebenssinn einer jeden Frau liegt in der allumfassenden Bedürfnisbefriedigung ihres Partners, so die plumpe, patriarchale Quintessenz. Doch der Aberwitz des Literarischen, das nicht vollends den politischen Absichten seines antifeministischen Autors entspricht, zeigt auch auf, wohin der Weg der opferwilligen Partnerinnen führt: in ihren Tod, ins Vernichten, um auf den Romantitel zurückzukommen.

Zwanzig Jahre nach dem Einzug Jean-Marie Le Pens in die Stichwahl gegen Jacques Chirac votierten im ersten Durchgang der Präsidentschaftswahlen von 2022 mehr als zwanzig Prozent der Wahlberechtigten für offen rechtsradikale Politiker:innen, ob Marine Le Pen vom etablierten Rassemblement National oder Éric Zemmour von seiner neu gegründeten Partei mit dem antimuslimischen Namen Reconquête. Im entscheidenden zweiten Wahlgang schließlich stimmten immer noch über vierzig besorgniserregende Prozent der Wählenden für Le Pen. Manch eine:r zeigt sich überrascht von diesem Rechtsruck, und manch eine:r hält Houellebecq womöglich weiterhin für einen hyperironischen, halbwegs liberalen Autor, wenn auch bei weitem nicht alle.[12] Dabei reichen die Vorboten des immer salonfähigeren Rechtsextremismus in der französischen Politik bis weit in die 1990er-Jahre zurück, als man mit ungetrübter Islamophobie das Kopftuchverbot an Schulen diskutierte.[13] Zur gleichen Zeit las man Houellebecqs Romane mit schaulustigem Schaudern, ergötzt vom Ressentiment, das in seiner literarischen Darstellung leichter verdaut werden konnte. Seine Romane, aber auch Houellebecq als Autor und öffentliche Figur wurden in französischen und deutschen Feuilletons für eine anti-egalitäre Abrechnung mit dem Feminismus gefeiert. In der persönlichen Inszenierung und seiner Literatur ist Houellebecq eine Wegmarke für einen seit Jahrzenten voranschreitenden Rechtsruck, mitsamt allen antifeministischen und rassistischen Verwerfungen, die dieser im Schlepptau führt. Obwohl man lange Zeit bemüht war, Houellebecq dem bürgerlichen, gemäßigt konservativen oder sogar liberalen Lager zuzurechnen und seine ressentimentgeladenen Äußerungen als hyperironische Inszenierung eines exzentrischen Eigenbrötlers abzutun, wird er inzwischen von vielen als der reaktionäre Autor gehandelt, der er schon immer war. Denn so sehr seine Prosa mit den Mitteln der Ironie und des überzeichneten Zynismus jongliert, in seinen öffentlichen Äußerungen trat die politische Schlagseite nach rechts stets unmissverständlich zutage. Zumindest legt der literarische Eigensinn in Houellebecqs Romanen stellenweise offen, wohin dieser Weg führt: ins Vernichten.

  1. Michel Houellebecq, Vernichten, übers. von Stephan Kleiner und Bernd Wilczek, Köln 2022.
  2. Michel Houellebecq, Unterwerfung, übers. von Norma Cassau und Bernd Wilczek, Köln 2015.
  3. Zur Ideengeschichte der Gegenaufklärung vgl. Zeev Sternhell, Von der Gegenaufklärung zu Faschismus und Nazismus. Gedanken zur europäischen Katastrophe des 20. Jahrhunderts, in: Claudia Globisch / Agnieszka Pufelska / Volker Weiß (Hg.), Die Dynamik der europäischen Rechten. Geschichte, Kontinuitäten und Wandel, Wiesbaden 2011, S. 19–41.
  4. Für den französischen Kontext vgl. Yann Castanier / Pierre Plottu / Maxime Macé, Le groupuscule interdit Génération identitaire défile et agresse dans Paris, in: streetpress, 18.1.2022; für den deutschsprachigen Raum siehe Christian Greil, Corona-Demos: Identitäre Impf-Taliban machen Stimmung, in: Der Standard Blog, 11.5.2020.
  5. Michel Houellebecq, Plattform, übers. von Uli Wittmann, Köln 2002.
  6. Michel Houellebecq, Die Möglichkeit einer Insel, übers. von Uli Wittmann, Köln 2005.
  7. Vgl. Carole Sweeney, Natural Women? Anti-Feminism and Michel Houellebecq’s Plateforme, in Modern & Contemporary France 20 (2012), 3, S. 323–336, hier S. 334.
  8. Vgl. Jule Govrin, Sex, Gott und Kapital. Houellebecqs Unterwerfung zwischen neoreaktionärer Rhetorik und postsäkularen Politiken. Münster 2016.
  9. Houellebecq, Plattform, S. 230.
  10. Michel Houellebecq, Elementarteilchen, übers. von Bernd Wilczek, Köln 1999.
  11. Houellebecq, Vernichten, S. 568.
  12. Siehe exemplarisch Adam Soboczynski, Das große Beschweigen, in: Die Zeit, 19.1.2019.
  13. Vgl. Joan W. Scott, Symptomatic Politics. The Banning of Islamic Head Scarves in French Public Schools, in: French Politics, Culture & Society 23 (2005), 3, S. 106–128.

Dieser Beitrag wurde redaktionell betreut von Samir Sellami.

Kategorien: Feminismus Kultur Kunst / Ästhetik Rassismus / Diskriminierung

Autorinnenfoto von Jule Govrin

Jule Govrin

Dr. Jule Govrin forscht an der Schnittstelle von Sozialphilosophie, Feministischer Politischer Philosophie, Politischer Theorie und Ästhetik. Sie arbeitet am Frankfurter Institut für Sozialforschung an der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt und ist Redakteur:in beim wissenschaftlichen Magazin Geschichte der Gegenwart. 2020 erschien ihr Buch „Begehren und Ökonomie. Eine sozialphilosophische Studie“ im De Gruyter Verlag. Im Frühjahr 2022 erscheint der Essay „Politische Körper. Von Sorge und Solidarität“ bei Matthes & Seitz.

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