Claudius Härpfer | Rezension | 30.04.2024
Auf Königs Schultern
Rezension zu „Sociology in Germany. A History“ von Stephan Moebius
Im Verlag Palgrave Macmillan erscheint seit rund zehn Jahren die Reihe „Sociology Transformed“, deren Ziel es ist, Trends und Veränderungen im Feld der Soziologie nach Ländern geordnet abzubilden. Dabei ist es der erklärte Zweck des Unternehmens, nicht nur traditionelle Zentren der Disziplin in den Blick zu nehmen, sondern deren gesamte, über den Globus verteilte Vielfalt einzufangen. Das hier zu besprechende Buch verfolgt das anspruchsvolle Ziel, auf ungefähr 200 Seiten einen Abriss der Geschichte der Soziologie in Deutschland, einem der traditionellen Zentren der Disziplin, zu liefern. Dieser Abriss beginnt im ausklingenden 19. Jahrhundert und beschreibt die Entwicklung des Faches bis in die Gegenwart. Stephan Moebius, der sich dieser Aufgabe angenommen hat, ist im Bereich der Soziologiegeschichte fraglos kein Unbekannter. Er steht die letzten Jahre wie kaum ein anderer für die Professionalisierung der Soziologiegeschichtsschreibung im deutschsprachigen Raum.[1]
Angesichts der Komplexität und Relevanz der deutschen Soziologie und ihrer langen Tradition, zu deren Darstellung es – wie Moebius selbst bemerkt – eines mehrbändigen Werkes bedurft hätte, kann es sich nur um eine konzentrierte Zusammenfassung der Entwicklung handeln. Dementsprechend versteht sich das in einer Open-Access-Version verfügbare Buch als Einführung. Als solche gibt es einen Überblick über Institutionen, Kontroversen, Akteure, Theorien und Methoden der deutschen Soziologie, wobei der Schwerpunkt auf der Nachkriegszeit liegt.
Für seine Darstellung greift Moebius auf bewährte, in früheren Publikationen entwickelte Schemata zurück. Als theoretische Basis dient ihm dabei eine – von Wolf Lepenies’ inspirierte – Arbeit des Soziologen Lothar Peter.[2] Dieser unterscheidet darin zwischen der kognitiven und der sozialen Dimension sowie der Diskurs- und Wirkungsgeschichte. Die kognitive Dimension versteht Peter als erste Stufe der Analyse. Hier geht es darum, den historischen Kontext der Forschung, Ideen, gegenwärtige Paradigmata sowie Theorien und Methoden zu rekonstruieren, in deren Rahmen die soziologische Entwicklung stattfindet, um so zu zeigen, was das soziologische Denken ausmacht. Dem folgt die soziale Dimension, die sowohl die Akteursebene als auch die institutionelle Ebene umfasst und je nach Fokus ganz unterschiedliche Einheiten in den Blick nehmen kann. Die Diskurs- und Wirkungsgeschichte schließlich dient der weiteren Einordnung der behandelten Positionen. Moebius relativiert diesen Ansatz mit Rücksicht auf den enormen Umfang des zu behandelnden Materials und löst den damit verbundenen Anspruch auf Kontextualisierung pragmatisch ein, indem er jedes Kapitel mit einer historischen Einordnung beginnt, die in aller gebotenen Kürze zentrale ökonomische, politische, soziale und kulturelle Aspekte des behandelten Zeitraums skizziert.
Nach einer kurzen Einleitung gliedert sich das Buch in fünf inhaltliche Kapitel. Das erste (S. 7–47) behandelt die Zeit ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1945, präsentiert also 100 Jahre Soziologiegeschichte auf gerade einmal 40 Seiten. Darin findet man in knapper Form Wesentliches über die Soziologie des Kaiserreiches, das Dreigestirn Tönnies-Simmel-Weber, die Unterscheidung von Erklären und Verstehen, den Werturteilsstreit und den Streit um die Wissenssoziologie. Hinzu kommen ein Überblick über lokale Zentren und Akteure der Weimarer Soziologie, deren Zeitschrifteninfrastruktur und die Soziologentage. Die letzten sieben Seiten des Kapitels sind der Soziologie zu Zeiten des Dritten Reiches gewidmet.
Das zweite Kapitel (S. 49–84) widmet sich der westdeutschen Soziologie der Nachkriegszeit von 1945 bis 1967. Es beginnt mit dem Frankfurter Soziologentag 1946 und der Wiederherstellung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, der Politik der Re-Education und Amerikanisierung, sowie den Neugründungen verschiedener Institute zur Gesellschaftsbeobachtung. Im Anschluss werden die zentralen Schulen der 1950er-Jahre – Köln, Frankfurt am Main und Münster – skizziert und deren jeweilige Probleme und Entwicklungen erörtert. Spezielle Erwähnung finden die Diskussionen um die Rollentheorie und der zwischen der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und der deutschen Abteilung des Institut International de Sociologie ausgetragene Streit um die Deutungshoheit über die deutsche Soziologie. Für die 1960er nimmt Moebius insbesondere den Positivismusstreit und die Generationenproblematik in den Blick, um anschließend allgemeine Veränderungen des soziologischen Feldes zu umreißen. Die Universitätsneugründungen im Zuge der Bildungsexpansion finden dabei ebenso Erwähnung wie der Durchbruch des Rock’n Roll oder Max Webers 100. Geburtstag 1964, der im Mittelpunkt des 15. Deutschen Soziologentages stand.
Die Geschichte der westdeutschen Soziologie in der Zeit von 1968 bis 1990 ist Gegenstand des dritten Kapitels (S. 85–122). Das Jahr 1968 als Zäsur ist natürlich nicht zufällig gewählt und so beginnt das Kapitel mit den Studierendenprotesten jener Jahre und fragt nach der Rolle der Kritischen Theorie im Kontext der Achtundsechziger-Bewegung. Anschließend widmet sich Moebius dem Entstehen neuer Institute und neuer Universitäten und diskutiert zentrale zeitgenössische Debatten, namentlich die Habermas-Luhmann-Kontroverse, die Theorievergleichsdebatte und den Streit um Schelskys Anti-Soziologie. Der Autor beschreibt außerdem die große Zeit der empirischen Sozialforschung, deren Ausdifferenzierung in den 1970ern und das Aufkommen der Frauen- und Geschlechterforschung. Und schließlich kommen auch noch der Theorieboom der 1980er-Jahre und das Ende der institutionellen Expansion der Soziologie in der deutschen Wissenschaftslandschaft zur Sprache.
Nach dem Blick auf die Entwicklung der Soziologie in der Bundesrepublik widmet sich das vierte Kapitel (S. 123–139) der Soziologie in der Deutschen Demokratischen Republik. Nach einer knappen historisch-politischen Kontextualisierung folgt Moebius hier der Einteilung von Frank Ettrich,[3] der in seiner Auseinandersetzung mit der Soziologie in der DDR drei Phasen voneinander unterschieden hat: Die Phase der Abgrenzung von der ‚bürgerlichen‘ Soziologie, die mit dem Verschwinden der letzten verbliebenen Protagonisten aus der Soziologie der Weimarer Republik einherging. Dieser relativ kurzen Anfangsphase folgte ab Mitte der 1950er-Jahre die Phase der Etablierung einer an die politische Doktrin angepassten Marxistisch-Leninistischen Soziologie, die ihrem Selbstverständnis nach im Dienst des sozialen Fortschritts stand. Die Dritte Phase ab den 1970er-Jahren war schließlich gekennzeichnet von einem Prozess der Kanonisierung und Normalisierung der Marxistisch-Leninistischen Soziologie, die der Legitimation der Parteipolitik diente und im Fall abweichender Befunde wiederholt der Zensur unterworfen war. Ungeachtet der staatlichen Eingriffe ließ sich auch in der DDR eine weitere Ausdifferenzierung und Professionalisierung der Soziologie nicht aufhalten, sodass in den 1980er-Jahren zunehmend kritische Töne vernehmbar wurden.
Das fünfte und letzte Kapitel (S. 141–171) widmet sich der Soziologie in Deutschland nach 1990. Es beginnt konsequenterweise mit den politischen Umwälzungen rund um die deutsch-deutsche Wiedervereinigung und mit den soziologischen Reflexionen derselben. Die weitere Ausfächerung des Faches nimmt Moebius im Folgenden zum Anlass, um einige Themen und Teilgebiete schlaglichtartig zu beleuchten. Dazu gehören insbesondere die im Nachklang der Arbeiten Judith Butlers erstarkende Genderforschung, die Rezeption neuer Kapitalismustheorien und die Beschäftigung mit den zentralen sozialen Problemen der 1990er-Jahre, allen voran Arbeitslosigkeit, Armut und Rechtsextremismus. Im Anschluss geht der Autor auf die Politik der Schröder-Regierung um die Jahrtausendwende ein, namentlich auf die neuen Rahmenbedingungen des Wissenschaftsbetriebes infolge des Bologna-Prozesses. Am Ende des Kapitels steht ein kurzer Überblick über aktuelle Trends und Debatten.
Wie dieser kurze Abriss zeigt, werden in Moebius’ schönem kleinen Büchlein eine ganze Menge Themen angesprochen. Beginnend in der Mitte des 19. Jahrhunderts, erwarten die Lesenden rund 170 Jahre Soziologiegeschichte auf 171 Seiten, auf denen der Autor wichtige Theorien, Prozesse, Personen und Institutionen vorstellt und einen beeindruckenden Literaturüberblick liefert, der Interessierte zum Weiterlesen einlädt. Der Blick ins Literaturverzeichnis lohnt auch deshalb, weil es den Umfang von Moebius’ weitreichenden Herausgebertätigkeiten erahnen lässt. Dass sich das Konzept von Lothar Peter im Rahmen der kompakten Darstellung nur eingeschränkt umsetzen lässt, versteht sich von selbst; und dass der Autor ungeachtet seines eindrucksvollen Wissens Schwerpunkte setzen muss und nicht allen Themen in gleicher Weise gerecht werden kann, liegt in der Natur der Sache.
Im Einklang mit Peters Methodik dienen in den Kapiteln die relevanten Orte und Schulen (in einigen Kapiteln auch Zeitschriften) sowie die großen fachinternen Debatten und Dispute als generelle Orientierungspunkte. Eine Institution, die Moebius dabei immer mit im Blick hat, ist die Deutsche Gesellschaft für Soziologie, deren Kongresse, die bis 1992 noch Soziologentage hießen, oftmals die Foren waren, auf denen die relevanten fachinternen Debatten ausgetragen wurden. Der informierte Überblick ist dabei durchaus nicht nur für Einsteiger:innen, sondern auch für ein mit der Materie bereits vertrautes Publikum interessant, denn neben den Grundlageninformationen tauchen in Moebius’ Darstellung immer wieder auch kleine soziologiehistorische Perlen auf, wie etwa die für das Fach heute sicher randseitige, aber geschichtlich doch bemerkenswerte Tatsache, dass Adolf Hitler in Braunschweig beinahe eine Professur für Organische Gesellschaftslehre und Politik erhalten und damit Eingang in die Geschichte der Soziologie gefunden hätte (S. 35 u. S. 45). Ob das den Verlauf der Geschichte verändert hätte, ist sicherlich ein Fall für die schon von Max Weber genutzte kontrafaktische Kausalitätstheorie Johannes von Kries’,[4] aber nicht Gegenstand des Buches. Hier bleibt es platzbedingt bei kursorischen Anmerkungen.
Während andere, frühe Darstellungen zur Geschichte der deutschen Soziologie noch deren besonderen Charakter zu bestimmen suchten, etwa im Nachklang der Antworten auf den deutschen Idealismus,[5] verweigert sich Moebius derartigen Absichten. Er zeichnet vielmehr das Bild einer kosmopolitischen Soziologie, deren Konturen auf den ersten Blick etwas zufällig und willkürlich wirken mögen, aber verständlich werden, wenn man die Rolle René Königs (1906–1992) in den Blick nimmt. Tatsächlich ist die Soziologie Königs, an der der Autor auch anderweitig interessiert ist,[6] prägend für die spezifische Perspektive, die Moebius auf seinen Gegenstand hat: Der einer deutsch-französischen Industriellenfamilie entstammende König erlebte als Schüler den Ersten Weltkrieg, ging am Ende der Weimarer Republik in die Schweiz ins Exil und kam – nach einem Umweg über die Vereinigten Staaten – 1949 zurück nach Deutschland.[7] Geprägt von seinen Erfahrungen im Ausland – durch seine Ausbildung bei Richard Thurnwald und anderen war er insbesondere mit dem Denken der zeitgenössischen französischen Ethnologie vertraut –,[8] plädierte König bei seiner Rückkehr für eine Öffnung der deutschen Soziologie. Anstatt einen „Bindestrich zwischen heute und vorgestern“ zu setzen, was ihm als „Ausdruck einer provinziellen Selbstgerechtigkeit“ erschien, empfahl König den Kolleginnen und Kollegen, dem „systematische[n] Niveau“ eines Talcott Parsons und Robert K. Mertons nachzustreben, um international anschlussfähig zu werden. Nur so konnte die deutsche Soziologie ihm zufolge ihrer Aufgabe, der „ständige[n] Aufforderung […] in kritischer Selbstprüfung und in eingehendster Auseinandersetzung mit der allgemeinen Produktion auf dem Gebiete der Soziologie die Orientierung wiederzufinden“ gerecht werden.[9]
Ähnlich wie König, dem nachgesagt wird, sich soziologisch in einem „magischen Viereck […] schwer in Einklang“ zu bringender Eckpunkte zu bewegen, deren Einheit weniger systematisch, sondern vielmehr „genetisch“ bedingt sei,[10] folgt auch Moebius’ Darstellung einer genetischen Linie der bundesrepublikanischen Nachkriegssoziologie, die zunächst gegenüber den Weimarer Vorläufern auf Abstand geht und sich stärker an internationalen Einflüssen orientiert.[11] Nach einer entsprechenden Beteiligung an der Reeducation beginnt die Soziologie dann in den späten 1960er-Jahren – nun gerüstet mit den weiterentwickelten importierten Methoden empirischer Forschung – mit der Aufarbeitung des Faschismus und der weiteren Professionalisierung des Faches, die Moebius immer wieder in den Fokus des Buches rückt
Darüber hinaus weist Moebius’ historischer Abriss der deutschen Soziologie auch Affinitäten zu Königs Geschichtsverständnis auf. So ging König, der dem Historismus aus kontingenten Gründen fern stand[12] und das Fach am gemeinsamen Gegenstand festmachte, unter Rekurs auf Durkheim und Parsons implizit von einem kumulativen Erkenntnisfortschritt konvergierender Positionen aus. Diese Idee wird bei Moebius natürlich durch die zentrale Referenz auf Peters methodischen Ansatz gebrochen, scheint aber durch die geraffte Darstellung der Vielzahl aneinandergereihter Diskurse, Ereignisse und Positionen immer wieder durch. Das Narrativ wirkt, als beruhe es auf einem Wissen um komplexe Zusammenhänge und Verschränkungen, die zu schildern in diesem Buch kein Platz ist. So erweist sich das kleine Kompendium nicht nur als eine kompetente Einführung in einen weitverzweigten Gegenstand, sondern auch als Einladung zur Lektüre der mehrbändigen Folgestudien, die der Autor andernorts unternommen hat. Die damit gesetzte genetische Klammer entspricht voll und ganz dem Geiste der Reihe, die davon ausgeht, dass sich das Feld der Soziologie in einem Prozess der Transformation befindet.
Fußnoten
- Vgl. z. B. Karl Acham / Stephan Moebius (Hg.), Soziologie der Zwischenkriegszeit. Ihre Hauptströmungen und zentralen Themen im deutschen Sprachraum, 3 Bde., Wiesbaden 2021–2024; Christian Dayé / Stephan Moebius (Hg.), Soziologiegeschichte. Wege und Ziele, Frankfurt am Main 2015; Stephan Moebius et al. (Hg.), Handbuch Geschichte der deutschsprachigen Soziologie, 3 Bde., Wiesbaden 2017–2019.
- Lothar Peter, Warum und wie betreibt man Soziologiegeschichte?, in: Carsten Klingemann / Michael Neumann / Karl-Siegbert Rehberg / Ilja Srubar / Erhard Stölting (Hg.), Jahrbuch für Soziologiegeschichte 1997/98, Opladen 2001, S. 9–64.
- Frank Ettrich, DDR-Soziologie: Après la lutte, in: Hans Bertram (Hg.), Soziologie und Soziologen im Übergang. Beiträge zur Transformation der außeruniversitären soziologischen Forschung in Ostdeutschland, Opladen 1997, S. 263–304.
- Max Weber, Kritische Studien auf dem Gebiet der kulturwissenschaftlichen Logik [1907], in: ders., Gesamtausgabe, Bd. I/7: Zur Logik und Methodik der Sozialwissenschaften. Schriften 1900–1907, hrsg. von Gerhard Wagner in Zusammenarbeit mit Claudius Härpfer, Tom Kaden, Kai Müller und Angelika Zahn, Tübingen 2018, S. 384–480.
- Albert Salomon, Die deutsche Soziologie [1945], in: ders., Werke, Bd. 3: Schriften 1942–1949, hrsg. von Peter Gostmann und Claudius Härpfer, Wiesbaden 2010, S. 103–135; Helmut Plessner, Die verspätete Nation. Über die politische Verführbarkeit bürgerlichen Geistes, 2., erw. Aufl., Stuttgart 1959; Gerhard Wagner, Eine Geschichte der Soziologie, Konstanz 2007.
- Stephan Moebius, René König und die „Kölner Schule“. Eine soziologiegeschichtliche Annäherung, Wiesbaden 2015; ders. / Martin Griesbacher, Gab es eine „Kölner Schule“ der bundesrepublikanischen Soziologie? Zu René Königs Professionalisierung der Soziologie, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 71 (2019), 4, S. 553–592.
- René König, Leben im Widerspruch – Versuch einer intellektuellen Biographie, in: ders., Schriften, Bd. 18: Autobiographische Schriften, hrsg. von Mario und Oliver König und mit einem Nachw. vers. von Oliver König, Opladen 2000, S. 9–315.
- René König, Die neuesten Strömungen in der gegenwärtigen französischen Soziologie, in: Sociologicus. Zeitschrift für Völkerpsychologie und Soziologie 7 (1931/32), S. 485–505 u. 8 (1932/33), S. 210–224. Vgl. Clemens Albrecht, Nachwort, in: René König, Schriften, Bd. 8: Emile Durkheim. Zur Bestimmung der französischen Soziologie in Deutschland, hrsg. und mit einem Nachw. vers. von Clemens Albrecht, Wiesbaden 2013, S. 387–413.
- René König, Die Deutsche Soziologie im Jahre 1955 [1955], in: ders., Schriften, Bd. 10: Aufgaben des Soziologen und die Perspektiven der Soziologie. Schriften zur Entwicklung der Soziologie nach 1945, hrsg. und mit einem Nachw. vers. von Michael Klein, Wiesbaden 2014, S. 94–104, hier S. 95, 96 u. 104.
- Albrecht, Nachwort, S. 387 u. S. 389.
- Schön ersichtlich in: René König, Leopold von Wiese, in: ders., Schriften, Bd. 19: Briefwechsel 1, hrsg. von Mario und Oliver König und mit einem Nachw. vers. von Oliver König, Opladen 2000, S. 13–74. Bei König wird das nicht zuletzt an dessen Positionierung gegenüber seinem Kölner Vorgänger Leopold von Wiese deutlich. Königs Abgrenzung scheint dabei auch in öffentlichen Äußerungen durch. So zum Beispiel in einer kurzen Note anlässlich von Wieses 85. Geburtstag. Hier würdigt König dessen Leistung nach dem Krieg distanziert mit dem Nachsatz, dass es „in jenen Jahren vor allem darauf“ angekommen sei, „daß überhaupt jemand die Initiative ergriff“. Vgl. René König, Leopold von Wiese zum 85. Geburtstag (2. Dezember 1961), in: ders., Schriften, Bd. 10: Aufgaben des Soziologen und die Perspektiven der Soziologie, S. 425–426, hier S. 426.
- Albrecht, Nachwort, S. 359 f.
Dieser Beitrag wurde redaktionell betreut von Karsten Malowitz.
Kategorien: Epistemologien Geschichte der Sozialwissenschaften Gesellschaftstheorie Globalisierung / Weltgesellschaft Gruppen / Organisationen / Netzwerke Kultur Medien Methoden / Forschung Universität Wissenschaft
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