Jeanette Hofmann | Rezension |

Kybernetik und Eigensinn

Rezension zu „Kybernetik und Kritik. Eine Theorie digitaler Regierungskunst“ von Anna-Verena Nosthoff

Anna-Verena Nosthoff:
Kybernetik und Kritik. Eine Theorie digitaler Regierungskunst
Deutschland
Berlin 2026: Suhrkamp
800 S., 28 EUR
ISBN 978-3-518-30079-4

Von einer kurzen Hochphase in den 1960er- und 1970er-Jahren einmal abgesehen ist die Kybernetik ein schillerndes Konzept geblieben, das sich akademisch nicht durchsetzen konnte. Dabei hätte es nahegelegen, dass der digitale Strukturwandel dem kybernetischen Paradigma einen zweiten Sommer beschert. Aber selbst in Zeiten, in denen die operativen Verwandtschaften zwischen kybernetischen Feedbackschleifen, maschinellem Lernen und personalisierten Informationsströmen so offenkundig sind wie derzeit, bleibt ihm eine größere Popularität verwehrt. Es wäre jedoch ein Fehler, aus der Unsichtbarkeit der Kybernetik auf ihre Wirkungslosigkeit zu schließen. Das Gegenteil ist der Fall, argumentiert Anna-Verena Nosthoff in Kybernetik und Kritik. Die heutigen „digitalen Regierungskünste“ sind vielmehr durch eine Gleichzeitigkeit „von Allgegenwart und Nichtvorhandensein“ (S. 13) der Kybernetik geprägt. Den US-Informatiker Mark Weiser zitierend, heißt es: „Die tiefgreifendsten Technologien sind solche, die verschwinden. Sie weben sich in den Stoff unseres Alltags, bis sie von ihm nicht mehr zu unterscheiden sind.“ (S. 12 f.) Mit dieser Beobachtung ist die Mission von Nosthoffs Monografie auch schon umschrieben. Es geht der Autorin darum, unsichtbar wirkende Technologien des Regierens, die ihre Macht nicht zuletzt aus ihrer Normalisierung ziehen, so zu dechiffrieren, dass sie einer Kritik zugänglich werden.

Die grundlegende These Nosthoffs lautet, dass das kybernetische Paradigma dominant geworden ist. Seine regulativen Strukturprinzipien haben sich als „kybernetisches Vorzeichen“ (S. 15) in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens eingeschrieben. Die Metaerzählungen, die die Sozialwissenschaften in durchaus kritischer Absicht über den Überwachungs- oder Plattformkapitalismus und die algorithmisch kuratierten Öffentlichkeiten vorlegen, übersehen doch die operativen Logiken kybernetischer Gouvernementalität, die die Autorin als zentral für ein Verständnis digitaler Machtformationen ansieht. Mithin zielt Nosthoff auf eine Aktualisierung und Präzisierung von Machtkritik, die die Insignien kybernetischer Logik aus ihrer Unsichtbarkeit holt und neu lesbar macht.

Bis heute entzieht sich das kybernetische Paradigma einer einheitlichen Definition. Für manche ein Modus der Weltbetrachtung, stehen für andere eher operative Steuerungstechniken im Vordergrund. Ein wichtiges Merkmal bildete ursprünglich die Figur des Regelkreises, der jedwedes Output als Information in das System zurückführt, um so das weitere Verhalten der Entität zu steuern. Die Kybernetik verallgemeinert diesen Anpassungsmechanismus zu einer mathematisch inspirierten Steuerungswissenschaft. Diese basiert auf der Annahme, dass sich das Verhalten aller Systeme, gleichgültig ob sozialer oder maschineller Natur, auf der Grundlage von Information und Kommunikation modellieren und eben auch kontrollieren lässt. Im kybernetischen Denken geht es primär um die Bedingungen gelingender Verhaltensanpassungen an sich fortlaufend verändernde Umwelten; Unterschiede zwischen Maschinen und Menschen erscheinen dabei nebensächlich. Die Kybernetik zweiter Ordnung hat das mechanische Rückkopplungsprinzip durch Rekursionen erweitert, womit das Systemverhalten entwicklungsoffen und seine Modellierung erheblich anspruchsvoller geworden ist.

Anna-Verena Nosthoffs Monografie bringt Fürsprecher und Kritiker (es sind fast ausschließlich Männer) miteinander ins Gespräch, wenngleich ihr Fokus auf den kritischen Stimmen liegt. Die Rekonstruktion der Kritik dient der Autorin zur Entwicklung eines (diskurs-)analytischen Vokabulars, mit dem aktuelle Charakteristika digitalen Regierens ausbuchstabiert werden können. Auf diese Weise erschließt Nosthoff zugleich eine Erzählung über die Karriere der Kybernetik. Demnach verwandelt sich die Kritik an der Kybernetik im Zuge der Digitalisierung in eine Kritik unter kybernetischen Bedingungen, die sich ihre reflexive Distanz erst neu erarbeiten muss. Um diese Beobachtung zu plausibilisieren, hat Nosthoff in wirklich beeindruckendem Umfang Quellenmaterial gesichtet und dabei auch weitgehend unbekannte Beiträge neu erschlossen.

Die Struktur des Buches entfaltet das Argument einer umfassenden kybernetischen Landnahme unseres Denkens und Handelns. Die drei sehr unterschiedlichen Teile beleuchten zunächst die Kritik am kybernetischen Paradigma (S. 39–266), um anschließend in einem kürzeren Abschnitt (S. 267–300) die selektive Antwort auf diese Kritik vorzustellen (Kybernetik zweiter Ordnung). Im dritten, etwa die Hälfte der Monografie umfassenden Teil (S. 300–603) ist Nosthoffs Fluchtpunkt angesiedelt. Der Abschnitt über die Kybernetik der Gegenwart greift, einer rekursiven Schleife nicht unähnlich, in drei Unterabschnitten vorangegangene Kapitel zur Kybernetisierung des Subjekts, des Politischen und der Öffentlichkeit wieder auf.

Den Auftakt dieser Rekonstruktion bildet die „Kybernetisierung des Subjekts“, die das menschliche Dasein in den „Registern des Informatischen“ (S. 52) neu fasst. Hier diskutiert die Autorin die hochabstrakte Beschreibungssprache und Analogiebildung zu Computern, die auf vorhersagefähige Modelle informationsbasierter (Selbst-)Steuerung zielen. Der Mensch erscheint darin als „nichttriviale Maschine“ (S. 82), sein Gehirn als „Parallelcomputer“ (S. 52). Eine Schlüsselrolle spielt zweckgerichtetes Verhalten, das in der Kybernetik als signalinterpretierende Anpassung im Lichte sich ändernder Umweltbedingungen verstanden wird. Der Kritik am solchermaßen „entkernten Subjekt“ (Hans Jonas) gewährt die Autorin viel Raum, den Theorieinnovationen von Luhmann über Foucault bis Latour, die wir der kybernetischen Perspektive verdanken,[1] hingegen nicht.

Im Kapitel zur politischen Kybernetik (Kapitel 3, S. 147 ff.) stellt Nosthoff Karl Deutschs Hauptwerk Nerves of Government (1963) vor, das das Konzept sich selbst organisierender lernender Systeme auf Staat und Administration überträgt. Ein solch „transideologisch“ anmutender Staat (S. 194) ist responsiv und lernfähig. Weil ihm normative Ziele fremd sind und er vorrangig auf Stabilität und Selbsterhalt ausgerichtet ist, funktioniert er unter demokratischen Bedingungen ebenso wie unter autoritären. Hier realisiert sich, wie die Autorin treffend formuliert, der technokratische „Traum von Staat und Regierung im Selbstfahrmodus“ (S. 262). Heute ist dieses Ideal unter dem Begriff der Resilienz konsensfähig geworden.[2]

Das Kapitel zur kybernetischen Öffentlichkeit (Kapitel 5, S. 301 ff.) verleiht dem kybernetischen Staatsideal eine operative Dimension. Nosthoff behandelt ausführlich das in den frühen 1970er-Jahren vom britischen Managementexperten Stafford Beer für die chilenische Regierung Salvador Allendes teilrealisierte Projekt einer kybernetischen Wirtschaftssteuerung. Das System Cybersyn sollte die nationale Wirtschaft umfassend datafizieren, um Prognosen wie auch Simulationen wirtschaftspolitischer Entscheidungen zu ermöglichen. Nicht mehr umgesetzt werden konnte die geplante partizipatorische Komponente Cyberfolk, die die Reaktionen der chilenischen Bevölkerung auf die nationale Politik in Echtzeit ermitteln und dokumentieren sollte. Nosthoff sieht in dieser Vision das erste Beispiel einer „feedbacklogisch orchestrierten Demokratie“ (S. 316), dem in anderen Ländern weitere folgen sollten.

Das siebte Kapitel (S. 453 ff.), für das alle vorangegangenen als „diskursanalytische Vorarbeiten“ (S. 32) fungieren, richtet den Blick schließlich auf die Kybernetik der Gegenwart. Nosthoff präsentiert in diesem zentralen Abschnitt die übergreifende Diagnose einer postkybernetischen Welt, in der das Konzept der rekursiven Regelkreise hegemonial geworden ist und sich „in eine durchdringende, scheinbar irreversible Operativität übersetzt hat“ (S. 537). Ein Inbegriff dafür sind digitale Plattformen, die öffentliche Kommunikation „in eine mathematisch lesbare Feedbackschleife“ (S. 556) verwandeln. In der Kontrolle der digitalen Infrastruktur und der algorithmischen Zirkulation der Kommunikationsflüsse, so Nosthoff, entpuppt sich „das eigentliche Moment hintergründiger Souveränität“, das die Menschen auf Statistenrollen bloßer „Sender und Empfänger“ (S. 557), auf „in ausrichtbare Environments eingelassene, selbstregulative Schnittstellen“ (573) reduziert. Selbst politische Bewegungen können dem Verdikt einer umweltlich gewordenen omnipräsenten Kontrolle und Überwachung letztlich nicht entkommen: „Jeder Klick“, ob subversiv oder nicht, läuft am Ende darauf hinaus, „Hegemonie zu verfestigen“ (S. 565); und der „gemeinsame symbolische Raum“, den Mouffe als konstitutiv für eine agonistische Demokratie ansieht,[3] droht personalisierenden Newsfeeds zum Opfer zu fallen (S. 569).

Dass Gegenwartsgesellschaften einer „postkybernetischen Bedingung“ (S. 576) unterworfen sind und sich folglich als „kybernetisch-kapitalistische Konstellation“ beschreiben lassen (S. 449), ist eine starke These, die Fragen und Einwände provoziert. Nosthoff arbeitet überzeugend heraus, dass und wie Prinzipien kybernetischer Selbststeuerung im Zuge der Digitalisierung gesellschaftlicher Lebensbereiche unser Alltagshandeln durchdringen. Gleichwohl stellt sich die Frage, ob sich die komplexen Dynamiken demokratisch verfasster Gesellschaften unter dem Gesichtspunkt singulärer operativer Logiken erfassen lassen – und das mutmaßlich auch noch länderübergreifend, eben überall dort, wo digitale Technologien strukturprägend wirken. Genauer besehen zeigen sich diesbezüglich Unschärfen im Text. Vielfach lässt die Autorin ihre Protagonisten sprechen, so dass sich die These einer postkybernetischen Konstellation nahezu rekursiv aus der Beobachtung der kritischen Beobachtung kybernetischer Operativität herauszuschälen scheint. Einen Teil der Beweislast bürdet Nosthoff zudem fragwürdigen neokybernetischen Kühlerfiguren wie Alex Pentland oder Parag Khanna auf. Aber welche Geltungskraft, welche Evidenz können eine Pentland‘sche Sozialphysik oder die technokratische Vision eines „intellectual impostor“[4] wie Khanna beanspruchen? Angesichts der großen Heterogenität der kybernetischen Welterklärer hätte man sich diesbezüglich eine klarere Sortierungshilfe gewünscht.

Parallel zu Kybernetik und Kritik habe ich eher zufällig If/Then, eine (von Nosthoff zitierte) Studie der amerikanischen Historikerin Jill Lepore über die 1959 gegründete Simulmatics Corporation gelesen.[5] Den Gründern dieses Unternehmens schwebte eine „people machine“ vor, die mithilfe der neu entstehenden Computerpower verlässliche Wahlprognosen für die Demokratische Partei erstellen und die Wirkungen ihrer politischen Kampagnen simulieren würde. In vieler Hinsicht versinnbildlicht Simulmatics den optimistischen Spirit kybernetischen Denkens; auch Wahlen lassen sich ja als Feedbackschleifen operationalisieren. Die gut zehnjährige Unternehmenshistorie bis zum Bankrott im Jahr 1970 ist jedoch alles andere als ein Beleg für die Wirkmächtigkeit und Erfolge kybernetischer Projekte. Die Datenanalysen der vier Tonnen schweren IBM-Computer, die für die Wahlnacht der US-amerikanischen Midterm Elections 1962 eigens in die Büros der New York Times gewuchtet worden waren, scheiterten auf ganzer Linie, ebenso wie alle folgenden Verhaltensstudien während des Vietnamkriegs.

Man mag einwenden, dass es sich hier um Kinderkrankheiten handelte und die „people machine“ ihrer Zeit einfach voraus war. Das ist sicher richtig, und doch gibt es gute Gründe anzunehmen, dass die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit kybernetischer Verhaltenssteuerung auch unter aktuellen Bedingungen fortbesteht. So wie sich Elemente des kybernetischen Paradigmas von heute bis in die 1940er-Jahre oder gar in die Antike zurückverfolgen lassen,[6] so zieht sich auch eine Spur des Scheiterns durch ihre Implementierungen. Ein aktuelleres Beispiel ist Cambridge Analytica, ein ebenfalls insolvent gegangenes Unternehmen, das derzeit vielen als Beleg für die Manipulationsmacht verhaltensökonomischer und psychometrischer Datenanalytik gilt. Gemeinsam ist solchen Machtzuschreibungen der Verweis auf die Ressourcen (Anzahl von Datensätzen und -punkten, Auswertungsverfahren) und den Aufwand, den Databroker betreiben, um Profile von Wählerinnen und Wählern zu erstellen. Über die Wirksamkeit der Verhaltenssteuerung wissen wir dagegen wenig, weil sich die Versprechen der „new brand of political data alchemy“[7] aus vielerlei Gründen nicht empirisch überprüfen lassen.[8] Cambridge Analytica ist zur Ikone im Feld einer wohl ungewollt technikdeterministischen Machtkritik geworden, die dazu neigt, aus der Existenz entsprechender Verfahren auf den Erfolg der Verhaltenssteuerung als solcher zu schließen.

Ähnliches wird man für Initiativen wie Government as a Platform oder Smart Cities feststellen können. Dass solche Vorhaben eine kybernetisch inspirierte Selbststeuerung und Depolitisierung staatlichen Handelns anvisieren, bedeutet ja nicht, dass sie sich auch zielkonform realisieren lassen. Man denke nur an die schwergängigen Projekte digitaler Staatsmodernisierung in deutschen Verwaltungen, in denen sich regelmäßig Datensätze, Klassifikationen und Verfahrenstraditionen verschiedener Jahrhunderte miteinander verheddern.

Nosthoffs Kybernetik und Kritik bezieht sich vorwiegend auf die Schriften kybernetischer Denker und ihrer Widersacher. Müsste die generalisierende Gesellschaftsdiagnose einer „kybernetisch-kapitalistischen Konstellation“ nicht auch den Eigensinn und die Beharrungskraft der betroffenen Akteure und ihrer Institutionen bedenken? Sind in den einzelnen Technologien und ihrer konkreten Nutzung nicht Widerstands- und Transformationspotenziale zu vermuten, die den projektierten Kurs kybernetischer Regierungsmaschinen in profaner, unter Umständen auch ganz vorpolitischer Weise entgleisen lassen könnten? Nicht zu Unrecht betont Chantal Mouffe, Gesellschaft dürfe „nicht als Entfaltung einer ihr äußerlichen Logik verstanden werden“, denn „[j]ede Ordnung ist die temporäre und widerrufliche Artikulation kontingenter Verfahrensweisen“.[9] Dieser schönen Formulierung würde Nosthoff vermutlich prinzipiell zustimmen. Und doch hat sie sich methodologisch dafür entschieden, die Aufmerksamkeit vor allem auf jene Akteure zu lenken, die sich aus heutiger Sicht als wegbereitend für ihren Befund einer postkybernetischen Bedingung erweisen.

Das genealogische Narrativ der „distanzierten Projektion“ (S. 22) hat freilich einen Preis. Möglicherweise unfreiwillig überzeichnet es nicht nur die Linearität in der Genese der kybernetischen Kontrollgesellschaft, es marginalisiert auch die inneren Ambivalenzen und die progressiven Impulse des kybernetischen Projekts. Wer darüber mehr wissen möchte, insbesondere auch über die darin angelegten epistemischen Horizonterweiterungen, sollte den überaus beeindruckenden Fußnotenapparat von Kybernetik und Kritik durchstöbern und dabei Hayles,[10] August[11] und Seibel[12] nicht übersehen. Anna-Verena Nosthoff bleibt zu danken für einen zentralen Beitrag zur Selbstverständigung über die Merkmale und Machtressourcen der sich digitalisierenden Gesellschaften.

  1. Siehe hierzu ausführlich Vincent August, Technologisches Regieren. Der Aufstieg des Netzwerk-Denkens in der Krise der Moderne. Foucault, Luhmann und die Kybernetik, Bielefeld 2021.
  2. Ulrich Bröckling, Resilienz. Über einen Schlüsselbegriff des 21. Jahrhunderts, in: Soziopolis. Gesellschaft beobachten, 24.7.2017.
  3. Chantal Mouffe, Über das Politische. Wider die kosmopolitische Illusion, aus dem Englischen übersetzt von Niels Neumeier, Frankfurt am Main 2007, S. 30.
  4. Evgeny Morozov, The Naked and the TED, in: The New Republic, 2.8.2012.
  5. Jill Lepore, If/Then. How the Simulmatics Corporation Invented the Future, New York 2020.
  6. N. Katherine Hayles, How we became Posthuman. Virtual Bodies in Cybernetics, Literature, and Informatics, Chicago/London 1999.
  7. David Karpf, Analytic Activism. Digital Listening and the New Political Strategy, Oxford Studies in Digital Politics, New York 2017.
  8. Jessica Baldwin-Philippi, Data campaigning. Between empirics and assumptions, in: Internet Policy Review 8 (2019), 4, S. 1–18; Demi Fink / Keith Jakee, Microtargeting Voters in the 2016 U.S. Election. Was Cambridge Analytica Really Different?, in: The Independent Review 29 (2024), 3, S. 481–509; siehe zusammenfassend auch: Mainzer Medieninstitut, Facebook: Datenmissbrauch um Cambridge Analytica, ohne Datum.
  9. Chantal Mouffe, Über das Politische. Wider die kosmopolitische Illusion, aus dem Englischen übersetzt von Niels Neumeier, Frankfurt am Main 2007, S. 26.
  10. N. Katherine Hayles, How we became Posthuman. Virtual Bodies in Cybernetics, Literature, and Informatics, Chicago / London 1999; N. Katherine Hayles, How we became Posthuman. Ten Years on. An Interview with N. Katherine, in: Paragraph 33 (2010), 3, S. 318–330.
  11. Vincent August, Technologisches Regieren. Der Aufstieg des Netzwerk-Denkens in der Krise der Moderne. Foucault, Luhmann und die Kybernetik, Bielefeld 2021.
  12. Benjamin Seibel, Cybernetic Government. Informationstechnologie und Regierungsrationalität von 1943–1970, Wiesbaden 2016.

Dieser Beitrag wurde redaktionell betreut von Stephanie Kappacher.

Kategorien: Daten / Datenverarbeitung Digitalisierung Gesellschaftstheorie Technik

Jeanette Hofmann

Prof. Dr. Jeanette Hofmann ist Politikwissenschaftlerin und leitet die Forschungsgruppe „Politik der Digitalisierung“ am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Sie ist Gründungsdirektorin des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft sowie Professorin für Internetpolitik an der Freien Universität Berlin. Am Weizenbaum-Institut leitet sie als Principal Investigator die Forschungsgruppe „Technik, Macht und Herrschaft“.

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