Jürgen Dinkel | Rezension |

Was Sie schon immer über Rezensionen wissen wollten

Rezension zu „How to Review Scholarly Books. Reading, Writing, Relishing“ von Steven E. Gump

Steven E. Gump:
How to Review Scholarly Books. Reading, Writing, Relishing
USA
Princeton, NJ 2025: Princeton University Press
VIII, 255 S., 99,95 $ / 84,00 £
ISBN 978-0-691-27048-7

„How to Review Scholarly Books“ ist zweierlei: ein emphatisches, überzeugendes Plädoyer für den Stellenwert von Rezensionen in den Geistes- und Sozialwissenschaften und eine sehr detaillierte Einführung in das Rezensionswesen. Als Rezensionsredakteur beim „Journal of Scholarly Publishing“ und als überzeugter Rezensent ist Steven E. Gump ein ausgewiesener Kenner des Rezensionsbetriebs. Seine verschiedenen Perspektiven auf das Rezensionswesen und seine langjährige Erfahrung in diesem Bereich merkt man dem Buch auf jeder Seite an.

In erster Hinsicht reiht sich das Buch – wie Gump selbst hervorhebt – in eine lange Tradition an Artikeln, Aufrufen und Initiativen ein, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Wert von Rezensionen gerade für die Geisteswissenschaften betonten und für ein engagiertes Mitwirken am Rezensionswesen plädierten. Die zahlreichen vom Autor angeführten Beispiele stammen alle aus der englischsprachigen Wissenschaftslandschaft. Ähnliche Debatten lassen sich jedoch auch im deutschsprachigen Raum finden.[1] Gump erhebt nicht den Anspruch, der Erste oder der Einzige zu sein, der die Relevanz von Rezensionen für die Geisteswissenschaften betont. Zahlreiche von ihm genannte Argumente sind bekannt und wurden schon an anderer Stelle geäußert. Ihm geht es darum, diese Argumente zu bündeln, was ihm wunderbar gelingt. Selten findet sich die ganze Bandbreite an Begründungen für die Bedeutung von Rezensionen so konzise, umfassend und engagiert vorgetragen wie in diesem Buch.

Aus der Vielzahl der von Gump gesammelten Argumente erscheinen mir die folgenden Überlegungen besonders wichtig: Rezensionen stellen ein kleines und handhabbares Format dar, in dem grundlegende Techniken des wissenschaftlichen Handwerks – Lesen, Schreiben und Argumentieren – eingeübt und verbessert werden können.[2] Darüber hinaus sind Rezensionen (neben Literaturberichten als Langform dieses Genres) weiterhin die einzigen wissenschaftlichen Texte, die die Ergebnisse abgeschlossener Forschung (in Buchform) öffentlich und transparent bewerten und kontextualisieren. Sie nehmen damit im Wissenschaftsbetrieb essentielle Funktionen wahr: Sie weisen auf Neuerscheinungen hin, überprüfen die Arbeitsweise, Methodik und Qualität veröffentlichter Forschung, informieren über deren Inhalte, ordnen diese fachlich ein und bieten Orientierung. Gute Rezensionen sollten zudem über das konkret zu besprechende Buch hinausweisen, eigene Gedanken dazu formulieren und als Beitrag zu einem übergeordneten Forschungsdiskurs konzipiert sein. In letzter Konsequenz, so Gump, sollten Rezensionen daher als eigene wissenschaftliche Beiträge zitierbar sein und zitiert werden. In den Worten des von Gump angeführten Sprachwissenschaftlers Michael Adams klingt dies folgendermaßen: „A good review should be citable: for information it provides; for the questions it poses, for questions that may drive future research; and for the view it takes of the state of the profession, its needs and prospects, a view with which future research may be in dialogue.“ (S. 170)[3] Kluge Rezensionen können dadurch – so Gump weiter – auch zur Reputation von Rezensentinnen und Rezensenten beitragen.

Lediglich zu den Wechselwirkungen zwischen neuen KI-Programmen und dem Rezensionswesen äußert sich der Autor nicht. Knapp und halbwegs elegant erklärt er hierzu nur, dass alles, was er dazu schreiben könnte, angesichts der rasanten Entwicklungen im Bereich der KI schon kurz nach der Veröffentlichung seines Buches veraltet wäre (S. 216, Anm. 2). Das mag stimmen. Dieses eher defensive Schweigen gegenüber einer neuen Technologie scheint mir aber nicht recht zu seinem sonst offensiven und emphatischen Eintreten für das Rezensionswesen zu passen. Denn zumindest meiner Erwartung nach werden KI-generierte Zusammenfassungen von Büchern das Rezensionswesen in den Geisteswissenschaften nicht überflüssig machen, sondern vielmehr die Bedeutung solcher Rezensionen steigern, die – transparent von fachkundigen Menschen geschrieben – Bücher einer Qualitätsprüfung unterziehen und entsprechend Gumps Idealvorstellung als eigenständige wissenschaftliche Beiträge konzipiert sind.

Um diesen hohen Ansprüchen gerecht zu werden, liefert Gump in fünf Kapiteln eine Anleitung mit, wie gute Rezensionen zu verfassen sind. Seine Zielgruppe sind Masterstudierende und Promovierende, die ihre erste Rezension schreiben. Doch sein Anspruch ist umfassender, und aus seinem Buch können auch erfahrenere Rezensierende noch etwas lernen. In den einzelnen Kapiteln widmet er sich zunächst umfangreich der Besprechung von Monographien, um anschließend auf die Besonderheiten bei der Besprechung von Handbüchern, Sammelbänden und Quelleneditionen sowie den Schreibstil bei Rezensionen einzugehen. Diese Ausführungen haben mich zunächst skeptisch zurückgelassen. Die vorgebrachten Hinweise scheinen mir für Anfänger viel zu detailliert, für fortgeschrittene Rezensierende dagegen größtenteils wenig originell.

Beispielsweise erläutert Gump über vier Seiten (S. 36–40), wie man selbst aktiv ein wissenschaftliches Buch für eine Rezension findet. Die Hinweise reichen dabei vom Regal für Neuerscheinungen in der Universitätsbibliothek (falls es das noch gibt) über Bibliothekskataloge und die Neuerscheinungslisten in Zeitschriften bis hin zu Verlagsvorschauen und -newslettern sowie Ankündigungen auf großen Internetplattformen und Social Media. An diesen Hinweisen ist nichts auszusetzen. Die Wege, durch die man auf ein neues Buch aufmerksam wird, sind unterschiedlich. Zugleich ist dieses Beispiel charakteristisch für Gumps stellenweise überbordende, manchmal am Ziel vorbeischießende Ausführungen. Denn im Kern geht es in diesem Beispiel darum, wie sich nach Neuerscheinungen recherchieren lässt, weniger um das Rezensieren selbst.

Ähnlich detailliert behandelt Gump anschließend die Bedeutung von Fachzeitschriften für den wissenschaftlichen Diskurs, Methoden des wissenschaftlichen Exzerpierens und an späterer Stelle Strategien des wissenschaftlichen Schreibens. Diese Kenntnisse und Fähigkeiten sind zweifelsohne auch für das Verfassen von Rezensionen wichtig. Die meisten dieser Unterkapitel und Passagen hätten aber auch in allgemeinen Einführungen zum wissenschaftlichen Arbeiten und Schreiben erscheinen können – völlig ohne Bezug zum Rezensionswesen. Für Gump verdeutlichen diese Verzahnungen jedoch, wie integral das Rezensionswesen mit dem übrigen Wissenschaftsbetrieb verknüpft ist oder zumindest sein sollte. Dafür nimmt er in Kauf, dass seine Einführung in das Rezensionswesen an mehreren Stellen ausfranst und Exkurse nimmt, die vom zentralen Gegenstand wegführen.

Gewisse Längen erhält das Buch schließlich durch seine didaktische Aufbereitung. Zu Beginn eines jeden Kapitels werden dessen Themen und Thesen angeführt. Anschließend werden zentrale Aussagen fett, kursiv oder durch Zwischenüberschriften hervorgehoben, um jedes Kapitel mit einem kleinen Fazit („Lessons“) abzuschließen, in dem die wesentlichen Befunde und Thesen noch einmal in Stichpunkten zusammengefasst werden. Insgesamt habe ich mir aufgrund dieser Ausschweifungen und Wiederholungen an mehreren Stellen im Buch gewünscht, dass sich Gump stärker an den von ihm zitierten Rat des US-amerikanischen Literaturwissenschaftlers und Verlagsleiters William Germano[4] gehalten hätte: „If you say everything you know about something, youʼve said too much.“ (S. 79)

Überzeugend wird das Buch, wenn man Gumps Anwendungshinweis ernstnimmt, es als Handbuch oder Nachschlagewerk zu verstehen. Der Autor selbst ermuntert dazu, Stellen zu überblättern und zu den Kapiteln zu springen, die einen gerade interessieren. Die Flut an Informationen wird dadurch beherrschbarer. Man kann sich leichter auf die Aspekte des Rezensionswesens konzentrieren, über die man – je nach Wissenstand und Erfahrung – etwas lesen und lernen möchte. So gewendet stellt das Buch einen hochwertigen Werkzeugkoffer dar, in dem jeder am Rezensionswesen Interessierte die Hilfsmittel findet, die gerade benötigt werden. Auch wurde ich beim Blick in den Koffer an Werkzeuge erinnert, die ich schon wieder vergessen hatte, die sich in der Vergangenheit aber als praktisch erwiesen hatten.

Zweifelsohne gibt Gump seiner zentralen Zielgruppe grundlegende und konstruktive Hinweise zum Verfassen von Rezensionen an die Hand. Es gehe darum, das Erkenntnisinteresse eines Buches, dessen Methodik und Quellenbasis herauszuarbeiten. Ebenso sollten in einer Rezension der Inhalt eines Buches, dessen zentrale Argumente und seine abschließenden Thesen deutlich werden. Daran anschließend gelte es den Stil, den roten Faden und die Argumente kritisch zu überprüfen. Sind Letztere aus der empirischen Grundlage eines Buches nachvollziehbar hergeleitet, und überzeugen die daraus entwickelten Interpretationen und Thesen? Wie verhalten sich diese zum formulierten Erkenntnisinteresse, und wie fügt sich das Buch in einen größeren Forschungsdiskurs ein?

Zugleich rät Gump von floskelhaften Bewertungen eines Buches ab. Vermieden werden sollten „‚empty‘ adjectives“ wie „engaging, enlightening, fascinating, captivating, stimulating, intriguiung, interesting (the worst offender)“ (S. 112). Ebenso gelte es, auf nichtssagende und uninspirierte Abschlussbilanzen zu verzichten wie „This book is required reading“ or „Everyone should read this book“ (S. 116), solange diese Aussagen in der Rezension nicht substanziell begründet werden. Stattdessen sollten Rezensierende möglichst fundiert darlegen, welche Erkenntnisse und Ergebnisse ein Buch liefert. Folgt man den von Gump formulierten Fragen, Hinweisen und Stichpunkten, spricht viel dafür, dass eine gelungene Rezension entstehen wird.

Im Hinblick auf Sammelbände argumentiert Gump, dass es nicht notwendig und nicht sinnvoll sei, in einer Rezension auf jeden Beitrag separat einzugehen. Eine solche Vorgehensweise würde fast zwangsläufig zu einer bloß oberflächigen Inhaltsangabe führen. Stattdessen sollten Rezensierende den Band anhand der in der Einleitung formulierten Ziele besprechen, den zwei bis drei stärksten Beiträgen größere Aufmerksamkeit widmen und über die schwächeren stillschweigend hinweggehen.

Neben diesen eher praktischen Hinweisen sind Gumps glasklare Ausführungen zur Ethik des Rezensionswesens hervorzuheben: Er erinnert daran, dass sich Rezensierende dem Autor / der Autorin und dem zu besprechenden Buch zunächst wohlwollend zuwenden sollten. Es sei wichtig, sich noch einmal zu vergegenwärtigen, wie viel Zeit und Mühe in das zu besprechende Buch geflossen sei, dass es geschrieben wurde, um neue Erkenntnisse zu liefern, und dass es das beste Ergebnis darstellt, das dem Verfasser / der Verfasserin zu diesem Zeitpunkt möglich war. Hieran anschließend mahnt Gump – dem Historiker James Cortada folgend –, dass der Maßstab einer Buchbesprechung immer die von der Verfasserin / vom Verfasser selbst genannten Erkenntnisziele sein müssten. Einen der größten und häufigsten Fehler von Rezensierenden sieht er darin, dass diese nicht die von den Autorinnen und Autoren formulierten Ansprüche als Maßstab ihrer Kritik nähmen, sondern das konkret vorliegende Buch mit einem imaginären Werk abglichen, das sie selbst zu diesem Thema gern geschrieben hätten oder lesen würden (S. 99).[5]

Stattdessen gelte es vom Erkenntnisinteresse der Verfassenden ausgehend deren neue Befunde herauszuarbeiten und diese wertzuschätzen. Die daran anschließende Kritik kann nach Gump klar und deutlich sein. Sie darf aber nie persönlich werden, sondern hat sich nur auf das Buch zu beziehen. Sie muss plausibel begründet sein, und sie muss in einem Ton vorgetragen werden, der am konstruktiven Austausch, am gemeinsamen Erkenntnisgewinn orientiert ist. Nur dann, so Gump, werden Rezensionen ihrer Bedeutung im Wissenschaftssystem gerecht. Das alles sollte eigentlich selbstverständlich sein. Zugleich wird es selten so deutlich und so verständlich ausformuliert wie hier.

Inspiriert und motiviert haben mich schließlich Gumps Anregungen, die meist kürzeren Rezensionstexte auch als Experimentierfeld des kreativen Schreibens zu betrachten. Nach Gump deuten gleichlautende Anfänge von Absätzen (Im ersten Kapitel …, Im zweiten Kapitel …, Im dritten Kapitel …) darauf hin, dass sich Rezensierende keine Mühe gemacht haben, die Argumentation eines Buches zu durchdringen und die eigenen Gedanken dazu leserfreundlich auszuformulieren. Stattdessen ermuntert er dazu, Rezensionen auch zu nutzen, um die eigenen Schreibfertigkeiten zu üben und auszubauen. Unter anderem schlägt er vor, in den Text oder in die Anfangsbuchstaben der einzelnen Absätze „geheime“ Botschaften einzubauen, einmal bewusst seltene Wörter zu benutzen oder eine Rezension entlang eines bestimmten Metaphernfeldes zu schreiben. (Dies ist allerdings eher für Fortgeschrittene zu empfehlen.)

Das Buch schließt mit einem kurzen Ausblick zum Unterrichten des wissenschaftlichen Rezensierens. Darin betont Gump noch einmal, wie wichtig es sei, bereits junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an das Rezensionswesen heranzuführen und ihnen frühzeitig das notwendige Handwerkszeug zu vermitteln. Die näheren Überlegungen, wie diese Ziele im Seminar umgesetzt werden könnten, bleiben allerdings vage. Sie lassen sich am ehesten als Inspiration für Lehrende verwenden, weniger als eine konkrete Anleitung. Besser für den Einsatz in der Lehre geeignet ist demgegenüber die kürzere Einführung „Rezensionen. Finden – verstehen – schreiben“ von Nicolai Hannig und Hiram Kümper.[6] Deutlich konkreter als in Gumps Buch wird dort an einzelnen Beispielen gezeigt, wie eine Rezension aufgebaut sein kann und was eine gute Rezension ausmacht.

Es gibt überzeugende Plädoyers für den Wert der Rezension, es gibt Studien zum historischen Wandel von Rezensionen und praktische Einführungen in das Rezensionswesen – Steven E. Gumps Buch gehört in dieses Spektrum. Was nach meinem Eindruck fehlt, sind jedoch kürzere Texte in Aufsatzform, die anhand konkreter Rezensionen herausarbeiten, was eine gelungene Rezension kennzeichnet, oder die aufzeigen, wie unterschiedlich Rezensierende an das gleiche zu besprechende Buch herangehen, ihre Rezension beginnen, unterschiedliche Facetten hervorheben und möglicherweise auch zu variierenden Bewertungen kommen. Ein solcher Zugang würde ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Rezensionen eben keine finale Bewertung eines Buches darstellen, sondern in Gumps Sinne einen eigenständigen wissenschaftlichen Beitrag leisten – zu einem Buch und idealerweise zu einer dem Buch übergeordneten fachlichen Debatte. Der Vergleich von Rezensionen könnte auch vor Augen führen, wo und wie Autorinnen und Autoren möglicherweise von ihrem Kontextwissen profitieren und wie dies ihre Einordnung des Buches beeinflusst. Und schließlich könnte sich (wenn die Beteiligten dazu bereit sind) der Blick noch darauf richten, was auf der „Hinterbühne“ vor der Veröffentlichung einer Rezension passiert – wie sich ein Text im Austausch mit einer Redaktion verändert und idealerweise verbessert.[7]

Zeitschriften und Rezensionsplattformen bieten zwar teils kürzere, teils längere Informationen zu den Formalia sowie auch zum gewünschten Aufbau und Inhalt von Rezensionen an.[8] Solche Handreichungen können auch in der Lehre verwendet werden, sind hier aber nicht gemeint. Es geht mir um fachliche Beiträge, die Rezensionen als wissenschaftliche Texte ernstnehmen, die ausgewählte Rezensionen exemplarisch analysieren und dadurch in didaktischer Hinsicht aufzeigen, wie Rezensionen konzipiert sind und geschrieben werden können. Für ein gut funktionierendes Rezensionswesen scheinen mir solche konkreten, in der Lehre einsetzbaren Handreichungen ebenso wichtig wie Plädoyers zur Bedeutung von Rezensionen und Einführungen in das Rezensionswesen. Hier geht es um Grundfragen des wissenschaftlichen Arbeitens, des Kritisierens und Kritisiertwerdens als individueller und kollektiver Praxis.[9] Und wer wäre für die Bereitstellung solcher Materialien geeigneter als Zeitschriften oder Plattformen, die sich im Kern dem Rezensionswesen verschrieben haben?

  1. Jürgen Dinkel / Rüdiger Hohls / Claudia Prinz (Hg.), Buchrezensionen in den Geschichtswissenschaften (= Historisches Forum 27 / Veröffentlichungen von Clio-Online 2), Berlin 2023. Vgl. auch das Panel „Rezensionen in der digitalen Transformation“ auf dem Deutschen Historikertag 2021 in München. Siehe dazu den Bericht von Fabian Dombrowski, in: H-Soz-Kult, 18.12.2021.
  2. Zum wissenschaftlichen Lesen vgl. etwa Stefan Alker-Windbichler u.a. (Hg.), Akademisches Lesen. Medien, Praktiken, Bibliotheken, Wien 2022.
  3. Michael Adams, In the Profession: Re-Viewing the Academic Book Review, in: Journal of English Linguistics 35 (2007), S. 202–205, hier S. 203. Vgl. hierzu auch Timo Luks, Bücher oder Themen? Inhaltsreferat oder Buchkritik? Überlegungen zum Rezensionswesen, in: Dinkel / Hohls / Prinz (Hg.), Buchrezensionen, S. 23–30.
  4. Auch er ist durch einschlägige, in mehreren Auflagen erschienene Ratgeber hervorgetreten: William Germano, Getting it Published. A Guide for Scholars and Anyone Else Serious about Serious Books, Chicago, IL 2001; ders., From Dissertation to Book, Chicago, IL 2005.
  5. James W. Cortada, Five Ways to Be a Terrible Book Reviewer, in: Journal of Scholarly Publishing 30 (1998), S. 34–37, hier S. 35. Ähnlich auch der Literaturkritiker Wolfgang Matz in seiner Dankesrede zur Verleihung des Alfred-Kerr-Preises: Wenn ein Buch und ein Kopf zusammenstoßen, 21.03.2024.
  6. Nicolai Hannig / Hiram Kümper, Rezensionen. Finden – verstehen – schreiben, Schwalbach 2012. Erstaunlicherweise sind keine weiteren Auflagen dieses nützlichen Büchleins erschienen.
  7. Für ein Beispiel in diese Richtung vgl. Nils Güttler, Textverbesserer, in: Ines Barner u.a. (Hg.), Über Bücher. 101 Texte und Bilder für Michael Hagner, Göttingen 2025, S. 248–252.
  8. Bei H-Soz-Kult sind diese Hinweise recht ausführlich.
  9. Vgl. Steffen Martus / Carlos Spoerhase, Geistesarbeit. Eine Praxeologie der Geisteswissenschaften, Berlin 2022; Thomas Etzemüller (Hg.), Der Auftritt. Performanz in der Wissenschaft, Bielefeld 2019; Paul Nolte, Lebens Werk. Thomas Nipperdeys Deutsche Geschichte – Biographie eines Buches, München 2018.

Dieser Beitrag wurde redaktionell betreut von Jan-Holger Kirsch.

Kategorien: Bildung / Erziehung Kommunikation Kultur Medien Methoden / Forschung Normen / Regeln / Konventionen Öffentlichkeit Universität Wissenschaft

Jürgen Dinkel

Jürgen Dinkel ist Professor für Globale Geschichte der neuesten Zeit an der Universität Leipzig. Er forscht zur Geschichte des Globalen Südens, des (Ver-)Erbens und des Dank sagens. Zur Zeit schreibt er an einer kleinen Geschichte der Dankbarkeit von 1800 bis in die Gegenwart.

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